Dienstag, 09 Juni 2026
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 Die folgenden Angaben stützen sich vor allem auf einen Artikel von Norbert Gerloff in der Zeitschrift INTERNOTO (2002/3) und schriftlichen Mitteilungen an den Autor. Von ihm stammen auch die Bilder wenn nichts anderes angegeben ist.

 Foto Henßen  Foto Henßen Foto Henßen

Rincão da Bolsa bezeichnet eine Einsenkung in Form einer Umhängetasche. Diese Senke 12 km nordwestlich von Santana do Livramento grenzt an ihren Rändern an eine Felsstufe die 40-60 Meter bis zu einer Hochfläche ansteigt. Zum einen ist dieses Gebiet schon seit längerem Ziel von Kakteenforschern, zum anderen in letzter Zeit leider häufig als Entsorgungsfläche oder als Naherholungsgebiet genutzt. Da das Gebiet nicht leicht eingesehen werden kann, ist auch nicht sicher in wie weit Kakteenforscher mit dem Namen auch die selbe Stelle meinen.
Kennzeichnend für das Gebiet ist ein Wechsel von buschigem Grasland und niedrigem Wald mit verstreut aufinbaren Steinplatten.
Man findet man hier N. rauschii, N. spinibarbis, N. herteri, N. mammulosus, N. sellowii, N. minimus var. tenuicylindricus und N. ottonis. Weitere Arten sind Gymnocalycium uruguayense, Frailea pumila, Frailea albiclumnaris, Frailea perumbilicata, Frailea phaeodisca und Frailea aureispina var. pallidor, Echinopsis oxygona, eine fast dornenlose Opuntia und Cereus hildmannianus.
Auch wird immer wieder von Blütenbesonderheiten berichtet, so erzählten Herm und Hofacker von einem rotblütigem N. rauschii und die Herren Gemmrich und Hamester haben dort einen orangeroten N. mammulosus fotografieren können.

 Notocactus herteri  Foto Henßen  Foto Henßen  Foto Henßen
 Notocactus herteri
 Notocactus arechavaletae var. limiticola
 Notocactus ottonis
 Notocactus sellowii var. macrocathus
 Foto Henßen  Foto Henßen  Echinopsis oxygona  Foto Henßen
 Gymnocalycium uruguayense
 Notocactus macrocanthus und N. rauschii  Echinopsis oxygona
 Cereus hildmannianus
 Frailea pumila var major  Frailea albicolumnaris  Frailea perumbilicata  Frailea phaeodisca
 Frailea tenuissima  Frailea albicolumnaris
 Frailea perumbilicatha
 Frailea phaeodisca

 

 

 

 


 

 

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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