Dienstag, 09 Juni 2026
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Diese "geheimnisvollen Steine" liegen in einer entzückenden Landschaft, man findet sie südlich der BR 290, die von Porto Alegre nach Uruguayana führt. In der Nähe befindet sich das Städtchen Caςapava do Sul. Die geheimnisvollen Steine liegen in der Nähe von Segredo. In diesem Ortschaft muss man den Asphalt verlassen. Während man bisher auf einem Bergrücken fuhren, geht es jetzt hinunter an den Fuß der Berge, deren meist nackten Schädel man schon seit einiger Zeit beobachten konnte. So üppig hier in den kleinen Tälern die Pflanzen wachsen, so karger sind die Berge selbst.

 Foto Henßen

Die meisten Besucher fahren noch ein Stück weiter. Zu dem Pedra do Segredo muss man ausgehend von einer kleinen Farm, die im Rahmen von  „Turismo Rural“ betrieben wird sich den Besitzer als Führer nehmen, denn man betritt Privatgrund. Senor Manuel und seine Hunde begleiten einen zur eigenen Sicherheit und der Sicherheit der Pflanzen.

 Foto Henßen Foto Henßen Foto HenßenFoto Henßen

Den Hang hinauf ist das Gras kurz geschoren, während am Rand zum dichten Gebüsch sich eine langgestreckte Felsplatte den Hang hinauf zeigte. Hier stehen einige Hechtien, umkränzt von rosa Klee und auf den Felsplatten selber befindet sich Notocactus arachnitis. Darüber erstreckt sich ein Buschwald an dessen oberen Rand Frailea horstii noch leicht geschützt durch die Büsche steht. Auf den Scharten zwischen den Bergrücken befindet sich Notocactus arachnitis in großen Exemplaren. 

 

 Foto AFJaekel Foto Henßen Foto AFJaekel
 Notocactus arachnitis
 Notocactus langsdorfii var. prolifer
 Notocactus scopa

Ganz oben auf den glatten Felsen stehen in leichten Mulden Notocactus neohorstii, Echinopsis oxygona und Hechtien, während am Fuß der Felsen und in schattigen Bereichen Notocactus scopa wächst. Im Unterholz kämpfen sich einige Säulen von Cereus hildmannianus durch und im Geäst hängen verschiedene Tillandsien.

 

 Foto AFJaekel Foto AFJaekel Foto AFJaekel
 Echinopsis oxygona
 Frailea horstii
 Hechtie

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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