Dienstag, 09 Juni 2026
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Auf der kleinen Facenda nördlich von Vacaria an der BR 116 leben zwei Familien. Neben etwas Ackerbau mästen sie ein paar Tiere und bewirtschaften einen Garten. Dass man durch das Gehöft mit seinen Hunden muss, macht es notwendig sich vorzustellen und seinen Wunsch, die Pflanzen zu besichtigen, zu erklären. Durch Besuche über viele Jahre hinweg von europäischen Kakteenfreunden sind die Besitzer sich bewusst, dass es sich um schützenswerte Pflanzen handelt. Weitere Standorte von Notocactus graessneri bis hin zur Grenze sind klein und selten.

 Foto Henßen

Es handelt sich im wesentlichen, um einen Felshang von ~ 5 Metern Höhe und ebensolcher Breite. Darum herum ist Grasland in dem sich Kakteen nicht behaupten können. Neben einer größeren Anzahl von Notocactus graessneri findet man noch einige Exemplare von Notocactus linkii var. bueneckeri. Diese stehen mehr an den Felsrändern, wo sie mehr Humus finden. Die Wurzeln von Notocactus graessneri laufend weitverzweigt über den Felsen und unter Flechten. Bei den starken Regenfällen im Jahre 2005 wurden viele Flechten weggeschwämmt, was die Wurzeln einiger Pflanzen bloß legte und sicher den Tod derer zur Folge hatte.

 

 Foto Henßen Foto NGerloff Foto NGerloff Foto Henßen
 Notocactus graessneri
  Notocactus graessneri Notocactus linkii var. bueneckeri
 Standort der Pflanzen

Die Araukarien sind für uns Europäer die markantesten Bäume und landschaftsprägend. Foto NGerloff

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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