Home Kultur & Systematik Blüte der Notokakteen Zur Insertion der Staubblätter bei den Notokakteen
Zur Insertion der Staubblätter bei den Notokakteen

Literatur:

Gerloff, Norbert: Zur Insertion der Staubblätter bei den Notokakteen, Notocactus 1988 S. 49f

Zur Insertion der Staubblätter bei den Notokakteen

Auch bei Buxbaum zeigen die Zeichnungen der Gattung Notocactus zwar schematisch eine verringerte Zahl der Staubblätter, aber von einer Lücke im Bereich der Insertion in der Röhre ist nichts zu entdecken. Die Literaturschau bringt als Titel des Heftes 2 (1980) eine typische Notocactusblüte N. crassigibus), bei der man deutlich sehen kann, dass die Staubblätter gleichmäßig aus der Röhrenwand wachsen. Die Staubblätter sind dort auf 15 mm Länge in die 17 mm lange Röhrenwand inseriert.
Betrachtet man eine Notocactusblüte (Paucispini oder Setacei) von oben, so ergibt sich folgendes Bild:
"Man sieht die unteren Staubfäden und deren Staubbeutel um den Griffel gruppiert, dann folgt eine ringförmige Zone mit einer verminderten Anzahl von Staubbeuteln. Erst außen gruppieren sich die Staubbeutel wieder als dichter Ring. Dieses Bild wird aber nur durch die Sicht auf die Staubbeutel von ober vermittelt, es sagt nichts aus über die Insertion der Staubblätter. "..."Bei einem Schnitt mit einer scharfen Rasierklinge durch eine Notocactusblüte Zeichnung NGerloffwerden zumeist mehrere Staubblätter, die genau in der Schnittfläche liegen, getroffen. Dazwischen ist dann in der Senkrechten eine kleine Lücke zu sehen, aber schon in der nächsten Reihe daneben wird die scheinbare Lücke aufgefüllt durch andere Staubfäden, die ein wenig hinter der Schnittfläche stehen. Eine Insertionslücke kann es nur geben, wenn die Staubblätter in Reihen (Rängen) um den Griffel wachsen würden. Das ist aber nicht der Fall. Die Staubblätter wachsen hintereinander und seitlich verschoben in Spiralen aus der Samenleiste, die sich bei größeren BlütInsertion der Staubfädenen zusammen mit den Staubblättern leicht von der Röhrenwand lösen lässt. Im Anschluss kann man die Höhe der Insertion (Höhe der Verwachsung der Samenleiste an der Röhrenwand) gut messen. Bei der Untergattung Notocactus erreicht sie bis auf 2 mm die Höhe der Röhrenwand, dann werden die Kronblätter frei.
Nach meinen Beobachtungen wachsen die Kronblätter am 2. bis 4. Öffnungstag noch nach, sie werden länger. Aber auch die Röhre verlängert sich in diesem Zeitraum um ca. 1 bis 2 mm, währen die Samenleiste mit den inserierten Staubblättern nicht mehr nachwächst."