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Kakteen als Wüstenpflanzen

Wenn auch die Notokakteen keine typischen Bewohner der Wüsten sind, so will ich doch auf dieser Seite aufzeigen, in welcher Form sich auch die Notokakteen extremen Standortbedingungen angepasst haben.

Der sukkulente Pflanzenkörper:Foto Henßen

Die Kugelform stellt die optimale Verteilung von Oberfläche zum Inhalt dar. Die Kugel hat im Verhältnis die geringste Oberfläche zum Inhalt, das bedeutet, dass sie die Möglichkeit des Wasserverlustes so weit wie möglich reduziert. Aber auch, dass damit die Möglichkeit gegeben ist, recht viel Wasser zu speichern. Trockenzeiten von 6 Monaten und mehr lassen sich dadurch problemlos überwinden.
Dazu scheiden einige Pflanzen wachs aus, das sich auf der Epidermis ablagert, und wiederum den Wasserverlust reduziert. Andere Arten bilden scharfe Rippen aus, was die Oberfläche erhöht, aber dadurch, dass die Rippen Schatten auf andere Teile des Körpers werfen, haben sie damit einen weiteren Vorteil im Überlebenskampf geschaffen. Dazu kann ein so gefalteter Körper sich leicht wie eine Ziehharmonika in Regenzeiten ausdehnen ohne zu reißen oder sich genauso wieder zusammenziehen, wenn der Regen ausbleibt.
Eine Überhitzung des Körpers muss auf jeden Fall vermieden werden. Ein weiterer Anpassungsmechanismus ist die Ausbildung von Haaren aus den Areolen. Ein weiches Geflecht überzieht den Körper in dem sich das Licht bricht und sich die Luft wie ein Luftpolster um den Körper legt und zu hohe Sonnenstrahlung nicht durch lässt. Oft ist diese Wolle nur sehr kurz und fein und löst sich mit der Zeit aus den Areolen. Ein Regenschauer wäscht sie ab, aber die äußerst wichtige Fläche um den Vegetationspunkt im Scheitel ist immer geschützt. Im Laufe der Zeit werden die Haare überflüssig und die Areolen verkahlen.

Das Wurzelsystem:Foto Henßen

Ein feines dicht ausgebreitetes Faserwurzelsystem ermöglich eine hohe Wasseraufnahme in nur kurzer Zeit.