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Curt Backeberg 1894 - 1966 |
Literatur:  Spanowski,
Wolfram; Kakteen Sukkulenten 1986, Jahrg. 21/4 Curt
Backeberg wurde am 2. August 1894 in Lüneburg geboren. Von seinen
häufigen Besuchen an der Arbeitsstelle seines Vaters, dem Rathaus,
nahmen seine beiden späteren großen Leidenschaften - Kakteen
und Briefmarken - seinen Ausgang. Die Fensterbank des väterlichen Büros
zierte eine kleine Kakteensammlung. Da er den Schuldrill nicht mochte, verließ
er das Gymnasium mit der Mittleren Reife und begann bei einer Exportfirma
die Lehre zum Kaufmann. Nach dem 1. Weltkrieg gründete er seine eigene
Exportfirma, die es ihm ermöglichte, ein eigenes Gewächshaus zu
bauen. Auf Geschäftsreisen lernte er die ersten Kakteen an ihren Standorten
kennen. Durch die Weltwirtschaftskriese gab er seine Firma auf und steckte
sein geld ins Kakteengeschäft.
Ab 1929 führte er die erste von insgesamt 6 Sammelreisen durch,
die ihn vor allem nach Südamerika führten. Nach dem 2. Weltkrieg
betreute Backeberg die Sammlung von J. Marnier-Lapostolle am Cap Ferrat
und verschaffte sich schließlich durch den Verkauf seiner Sammlung
an den Jardin Exotique von Monaco, die notwendige finanziele Unabhängigkeit,
um sich ungestört seinen Kakteenstudien widmen zu können. Er schrieb
die Reiseberichte und publizierte die Erstbeschreibungen, der von ihm gefundenen
Pflanzen. Sein Hauptwerk ist das 6-Bändige Werk "Die Cactaceen".
Was Backeberg auszeichnete, waren seine Beharrlichkeit, seine Zielstrebigkeit,
sein Ideenreichtum und sein rastloser Arbeitseifer. Sein Drang das Gesamtgebiet
der Kakteen bearbeiten zu wollen, verleitet ihn allerdings zu einer gewissen
Oberflächlichkeit in der Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
seiner Sammelreisen und Forschungen.
Sein wesentlichster Beitrag liegt wohl in der Popularisierung der Kakteenliebhaberei
durch seine Bücher.
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