Erstbeschreibung:Pfeiffer (1837): Enumeratio Diagnostica Cactearum
husque cognitarum, Berlin, 49. Literatur:Berger, A. & Knuth (1935): Das Kakteenlexikon
Gerloff u.a., Notokakteen, Kveten 1995,
S.57.
Schäfer, G. Notocactus muricatus, INTERNOTO 1981/4 Beschreibung:Körper zunächst kugelförmig, im fortgeschrittenem
Alter unregelmäßig säulenförmig und an die 20 cm
hoch, 3,5 - 6 cm Ø, bisweilen eingeschnürt, grasgrün,
manchmal an den Seiten sprossend, am Scheitel etwas eingedrückt,
Faserwurzeln. Rippen 16-18, um 1 cm breit und 0,5 cm tief,
stumpf, flach höckerig gekerbt und etwas gedreht. Furchen breit
und seicht. Areolen eingesenkt, dicht stehend. 
Dornen sehr fein, fast borstenförmig, kaum stechend, ungleich,
gelblich oder rotgelb. Randdornen 10-14 (-20), spreizend oder mehr
oder weniger angedrückt. Mitteldornen 1-4, bis 1,3 cm lang, abstehend,
bernsteinfarben bis weißlich, einer davon, besonders im oberen
Teil der Pflanze, kastanienbraun bis rubinrot.
Blüten von Mai bis Juli, nur etwa 3 cm lang und
4,5 cm breit, zu 2-4 erscheinend, vollkommen erblüht tellerförmig
ausgebreitet. Röhre von schmutzig-weißgelber Wolle
umgeben. Röhre und Fruchtknoten außen
mit hellgrünen, spitzen Schuppen bekleidet, in deren
Achseln braune Borsten und weiße Watte. Petalen sehr zahlreich,
mehrreihig, lanzettlich, fein gefranst, rein schwefelgelb außen
etwas grüngelb. Antheren dunkelstrohgelb. Narbenlappen lineal-lanzettlich
purpurrot, in 2 Partien, 5-6 fast fächerartig gestellt, 2-3
kleiner.
Knospen sind weiß bis fuchsrot.
Früchte sind fassförmig, bis 10 mm lang, hellgrün,
sie färben sich bei der Reife olivgrün.
Typstandort: Jaguari, Rio Grande do Sul.
Bemerkung G. Schäfer: Notocactus muricatus nimmt im Rahmen der
Gruppe um Notocactus ottonis eine Sonderstellung ein. Der von Notocactus
ottonis stark abweichende Habitus mit einer für diese Sektion reichen
Bedornung, die sehr schmaltrichterförmige Blütenröhre, deren
Bekleidung mit mit großen, bleichgrünen Schuppen, die nur unauffällige,
weißlichen Wollflöckchen und lange, rotbraune Borsten besitzen,
sind für diese Art charakteristisch.
Auch die Form des Samens zeigt, dass N. muricatus "am Rande der Gruppe
um Notocactus ottonis" einzuordnen ist und vielleicht eine Übergangsform
zu einer anderen Sektion der Untergattung Gymnocephalus darstellt.
In der Kultur macht Notocactus muricatus auf eigener Wurzel einige Schwierigkeiten.
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