|
benannt nach Friedrich Christoph Otto *1738, Gärtner im bot. Garten von
Berlin Erstbeschreibung:Lehmann (1827): Cactus ottonis - Ind. Semina in
horto botanico Hamburgensis, Hamburg: 16. Literatur:Gerloff, N. , KuaS 11, 1990 /3
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt
2004. Beschreibung:Körper zunächst kugelig, später etwas
gestreckt, 5-11cm Ø, Scheitel etwas eingesenkt, Epidermis
kräftig
grün, grau werdend, glänzend; an der Wurzel, wie am
Körper reichlich sprossend, an der Basis allmählich
verholzend. Rippen bis 18, gerundet, nicht tief, eher wulstig,
schwach höckerig zwischen
den Areolen, Furchen scharf.
Areolen ca. 1 cm entfernt, nur im Scheitelbereich mit
weißlichem Filz besetzt, eingesenkt. Randdornen 10-18,
nadelig, strahlig ausgebreitet anliegend, fein, ziemlich gerade,
gelblich; Mitteldornen bis 4, bis ca. 15 mm lang, etwas kräftiger,
rötlich braun
mit hellerer Spitze, der oberste sehr kurz (8 mm), die 2 seitlichen
horizontal, der unterste sehr lang (26-28 mm) und herabgebogen.
Blüten: 4-6 cm lang und ebenso breit, glänzend
schwefel-
bis goldgelb, seidig glänzend; Röhre mit kleinen Schuppen,
braunen Borsten und grauer oder bräunlicher Wolle besetzt.
Perigonblätter
zweireihig, schmal, lineal, lang zugespitzt, mit rotem Weichstachel,
zitronengelb, die sepaloidischen auf dem Rücken mehr oder weniger
rötlich. Staubfäden kürzer als der Griffel, in hohem
Grade reizbar. Antheren gelblich. Narben mit 12-14 Lappen,
feurigpurpurrot.
Frucht: dunkelrot - grün, kugelig, mit wenigen Borsten und
Haaren, ~7 mm Ø.
Typstandort: Allgemein verbreitet in Argentinien, Uruguay,
Paraguay und Süd-Brasilien.
Bemerkung: N. ottonis ist eine äußerst variable Art.
Varietäten und Formen sind von einer verwirrenden Vielfalt, sehr
blühwillig. Sämlinge blühen ab dem dritten Jahr. Als
Holotyp wurde Gf 39
gewählt.
|