Erstbeschreibung:Abraham, Wolf - Rainer (1988): Succulenta 67 (6):
133 - 138. Literatur:Gebauer, Alfred: Notocactus Erstbeschreibungen 1988,
S. 38f
Gerloff & Neduchal: Die Pflanzen um Notocactus scopa, INTERNOTO 3/4,
2003. Beschreibung:
Hierbei handelt es sich um eine Pflanze aus der Verwandtschaft des
Notocactus scopa
, deren Hauptmerkmale: gelber Griffel und gelbe Narbe sowie (in der
Regel) weiße Dornen sind. Mit eben diesen Merkmalen wird seit den
60er Jahren ein N. scopa var. longispinum n.n.
mit unbekanntem Standort verbreitet.
Körper: bis 8 cm dick, 20 cm hoch, säulig, Epidermis
dunkel- bis graugrün, stark von den Randdornen verdeckt;
Areolen: rund, bis ins hohe Alter weiß bewollt, Rippen
25-30 (meist 26), gerundet, etwa 5 mm hoch, gerade bis leicht gedreht;
Areolen in ~ 1 mm tiefen Einbuchtungen;
Dornen: Randdornen: bis 50, bis zu 35 mm lang; Mitteldornen 4, von
den Randdornen kaum zu unterscheiden, im Neutrieb weiß, im Alter
schmutzig weiß, am Standort vereinzelt elfenbeinfarben bis hell bräunlich-gelb;
alle Dornen biegsam, nicht stechend und verbogen.
Knospen: wie die Röhre weißwollig.
Blüten: 25-30 mm lang, 30-35 mm breit; Fruchtknoten und
Receptakulum völlig in weißer Wolle gehült. Die äußeren
Blütenblätter grünlich gelb bis zironengelb, gespitzt; innere
Blütenblätter lanzettförmig, 22 mm lang bis 5 mm breit, der
Rand gewellt, die Spitze ausgerissen; Griffel: 14 mm lang, 1 mm dick, geriffelt,
gelb; Narbenlappen: etwa 11, gelb; Staubfäden: bis 2 mm unter den Saum
inseriert, die primären 4 mm, die sekundären 6 mm lang. Die primären
Staubfäden umschließen eine schwach ausgeprägte Nektarrinne
und sind von der sekundären durch eine etwa 1 mm breiten Insertionslücke
getrennt. Die sekundären Staubgefäden sind berührungsempfindlich.
Filamente und Staubbeutel sind schwefelgelb. Die Blüten sind geruchlos
und selbststeril.
Frucht: kleinkugelig, weißlich, in weißen Flaum
gehült und von einigen Borsten umgeben. in der Reife 5-6 mm dick und
ebenso lang, platzt in der Mitte mit einem horizontalen Riss auf, bis zu
250 Samen.
Samen: helmförmig, 0,7 mm lang, 0,5 mm breit; Testa braun,
große mehroder weniger eiförmige Warzen, die zum Hilum hin kleiner
werden.
Typstandort: östlich von Sao Gabriel, Rio Grand do Sul. Die Pflanzen
wachsen zusammen mit Bromeliaceen in einer Höhe von 300 m ü. N.N.
auf nackten, teilweise völlig unzugänglichen Felsen in voller
Sonne FS 191, FS 330, WRA 355, sowie Pedra do Segredo, nur 1 - 2 km entfernt
von Notocactus scopa HU 1.
Bemerkung: Alte Pflanzen neigen dazu, sich wie in den vertikalen
Wänden des Fundorts pfeifenförmig zu verbiegen und dann auch gelegentlich
aus der Seite zu sprossen. Deswegen sind die Pflanzen schwer in Töpfen
zu bändigen. Die Blüte ist etwas kleiner als bei
N. scopa
und in allen Teilen zitronengelb gefärbt, die wenig bekleideten Knospen
sind hell grünlichgelb, auch alle Grannen sind von heller Farbe.
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