Home Untergattungen UG Gymnocephalus Serie Setacei Subser. Scopae Notocactus scopa fa. machadoensis (W.-R. Abraham) N. Gerloff & J. Neduchal 2003
Notocactus scopa fa. machadoensis (W.-R. Abraham) N. Gerloff & J. Neduchal 2003

Erstbeschreibung:

Abraham, Wolf-Rainer (1988): Succulenta 67 (4): 81 - 84.

Literatur:

Gebauer, Alfred: Notocactus (1988) S. 36
Gerloff & Neduchal: Die Pflanzen um Notocactus scopa, INTERNOTO 3/4, 2003.

Beschreibung:Notocactus scopa fa machadoensis

Bereits 1968 sammelten Buining und Horst bei Pinheiro Machado eine scopa-Form, die die Feldnummer HU 184 und den provisorischen Namen N. scopa var. machadoensis erhielt. Körper im Vergleich zum Typus riesig, bis 70 cm lang und 11 cm dick. Gelbbraune bis braune Mitteldornen; am Standort auch mit weißlich gelben Mitteldornen; Narbe gelb.

Körper: bis 13 cm im Ø und bis 37 cm lang (dann pfeifenförmig, gekrümmt und mit der Basis auf der Erde aufliegend, solitär, Epidermis blassgrün.
Rippen: flach, 24 - 33 (meist 27-29), gerade bis leicht gedreht verlaufend. Areolen 2 mm im Ø, in etwa 1 mm tiefen Einbuchtungen, im Neutriebstark bewollt, 3-5 mm von einander entfernt.
Randdornen: etwa 30, weiß, 4-6 mm lang, strahlend um den Körper anliegend. Mitteldornen: 1-3 (meist 3), einer immer senkrecht abstehend und der längste bis 10 mm lang, gelbbraun bis braun, die anderen weisen zur Seite schräg nach unten und sind oft kürzer als der abstehende Mitteldorn und bei einigen Pflanzen auch heller gefärbt. Am Standort vereinzelt Pflanzen mit weißlichen gelben Mitteldornen.

Blüten: 30-35 mm lang, 40 mm breit, mit lanzettförmigen, schwefelgelben Petalen. Staubbeutel gelb, Insertionen bis 1 mm unter den Saum, Nektarrinne vorhanden. Griffel schwefelgelb, bis 20 mm lang, davon entfallen 2 mm auf die gerillte Narbe, etwa 7-9 schwefelgelbe Narbenäste, selbststeril.

Frucht: bis 6 mm lang, 4 mm breit, Testa schwarz, mattglänzend, Warzen oval bis rund, gewölbt, Testazellen grubig punktiert, Mikropyle als breiter Zapfen ausgebildet.

 

Typstandort: Gemeinde Pinheiro Machado, Rio Grande do Sul, auf einem sehr flachen Hügel zwischen Felsen gemeinsam mit Gramineen, 200 m über dem Meeresspiegel. Es wurden nur einige Dutzend Exemplare gefunden. pH- Wert des Substrates liegt bei 5,5.