Home Untergattungen UG Gymnocephalus Serie Setacei Subser. Scopae Notocactus scopa fa. soldtianus van Vliet 1975
Notocactus scopa fa. soldtianus van Vliet 1975

Erstbeschreibung:

van Vliet, Dirk (1975): Notocactus soldtianus - Succulenta 54 (4): 72 - 75.

Literatur:

Gerloff & Neduchal Notokakteen 1995

Beschreibung:

Körper: zylindrisch, bis 6 cm Ø, 34 cm hoch, frischgrün; Scheitel
etwas eingesenkt, mit weißem Wollfilz bekleidet und ganz von den rotbraunen Dornen der jungen Areolen überdeckt;
Wurzeln verzweigt
Rippen: über 20, dreieckig, an der Spitze etwas abgerundet, von scharfen Längsfurchen getrennt, erheben sich unter den Areolen ein wenig.
Areolen: etwas versenkt, rund, 2 mm Ø, bis 6 mm von einander getrennt, mit weißem Wollfilz bekleidet, bald verkahlend.
Dornen: Mitteldornen 5 - 7, 15 mm lang, nadelförmig und in ungleichförmige Kreuze gestellt, manchmal schwierig von den Randdornen zu unterscheiden, hellbraun, an der Spitze und am Fuß rot bis orangerot oder rotbraun; Randdornen 35, etwa 12 mm lang, wie die Mitteldornen gefärbt, die übrigen sind weiß, einige sind haarähnliche Glasdörnchen, später vergrauend, Anzahl variabel.
Blüten: trichterförmig, 4 cm lang, 4,5 cm Ø, um den Scheitel gestellt; Perianthblätter lanzettlich, etwas gekerbt und gespitzt, innen glänzend zitronengelb, außen mit einem hellrosanem bis grünen Mittelstreifen an der Spitze; Blütenboden ist an der Außenseite bekleidet mit rötlichen Schuppen, braunen Borsten und Wolle; Staubfäden hellgelb, 7 mm lang; Staubblätter gelb; Griffel hell purpurn bis hellgelb, 12 mm lang, Narbenäste 9, rot, überragen die Staubblätter; Fruchtknoten eiförmig, bis 5 mm Ø, bis 5,5 mm lang, mit grünlichen Schuppen, braunen Borsten und Wolle bekleidet; Samenanlage sind an ihren Strängen in die Seitenwand eingepflanzt.
Frucht: beerenartig, dünnwandig, später vertrocknend, öffnen sich über der Basis rundum waagerecht, auf der Areole verbleibt ein kleines Becherchen der Frucht, worin sich immer noch ein paar Samen befinden; ca. 70 Samen.
Samen: helmförmig, 1,2 mm lang, 1,1 mm Ø; Hilum etwas gewellt, weiß und scharf in die Testa übergehend; es erhebt sich um das Pförtchen zu einem Wärzchen das hinabgeht zum meistens schwierig zu erkennenden Funikulus; Testa der
Länge nach bekleidet mit glänzenden schwarzen Tuberkelchen, die von schwarzen Grübchen getrennt werden.
Standort: Cerro Largo an der Grenze zu Brasilien und Departement Cerro Largo, Uruguay, DV 82.

Bemerkung: Auf Grund fehlendem Originalmaterials und der Ähnlichkeit der Beschreibung zu Notocactus scopa geht man im Moment davon aus, dass Notocactus soldtianus als ein Synonym zu Notocactus scopa zu betrachten ist.