Erstbeschreibung: Königs, Günther (1991): Erstbeschreibung
- INTERNOTO 11 (4): 119 - 124. Literatur: Königs, Günther (1992): Nachtrag / Berichtigung
- INTERNOTO 13 (2): 56.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt
2004. Beschreibung:
Körper: gedrückt kugelig, solitär, glänzend
graugrün, bis 8 cm breit und 6 cm hoch (in Kultur manchmal noch
größer werdend). Wurzeln faserig, weißlich-gelb. Scheitel
leicht eingesenkt (0,5 cm), bedeckt von Wolle und Dornen - auch an
den jüngsten Areolen. Rippen: 16 - 22 (Mittel 19), bis 15
mm breit, rund, zwischen den Areolen höckerig, 1 - 2 mm hochgezogen.
Die Rippen nur 5 mm tief. Sie verlaufen gerade oder leicht gedreht nach
unten.
Areolen: rundlich bis breitrundlich, bis 5 mm Ø, zuerst
mit viel weißer Wolle, oft 2 - 3 mm hoch, später kahl, nur
5 - 8 mm von einander entfernt, unter der Areole eine kleine Quergrube.
Bedornung hellgelb bis bernsteinfarben; Mitteldornen: zumeist 2,
einer oben, einer unten, liegen sich später flach über die
Randdornen, um 10 mm lang (extrem 16 mm); Randdornen: 7 - 9,
gespreizt, anliegend, später zu den Seiten und nach unten weisend, 5
- 12 mm lang.
Blüte: trichterförmig, nur 2,5 - 3 cm lang und geöffnet
um 4 cm breit, hellpurpurn, innen oft noch heller, ganz vereinzelt wurden
auch gelbe Blüten gefunden. Fruchtknoten: fassförmig
bis leicht kreiselförmig, 5 - 7 mm lang, oben 4 mm breit, außen
ganz bedeckt mit hellgrünen Schuppen, diese wiederum bedeckt mit weißen
Härchen und kurzen Borsten. Samenanlagen zumeist oben und am Rand,
weißlich. Röhre: 8 - 10 mm lang, trichterförmig,
oben 10 - 12 mm Ø, unten 5 mm Ø, innen weißlich, außen
bekleidet mit spitzen grünlichen Schuppen mit rotbraunen oder grauen
Spitzen (1 mm). Aus den Achseln entspringen weiße Wolle und zumeist
3 bräunliche Borsten (1 - 2 mm); Staubfäden: dottergelb,
5 - 8 mm lang, inseriert bis an den Rand der Röhre, leicht reizbar
durch Berührung; Staubbeutel dottergelb; Nektarium 1 - 1,5 mm tief,
eng; Petalen: max. 18 mm lang, glänzend, hellpurpurn, am
Fuß eine hellere Zone, lanzettlich (wenige rundlich endend). Die
Blütenfarbe kann nach 2 - 3 Tagen deutlich heller werden; Griffel:
unten weißlich oder gelblich, oben etwas rosa, nur 0,8 mm dick,
10 - 12 mm lang (extrem 14 mm).; Narben 7 - 8 Lappen, diese
2 - 2,5 mm lang, hellpurpurn, zum Teil auch hellrosa bis ins gelbliche gehend.
Frucht: erst weißlich behaart, dann auswachsend auf Fass-
oder Kugelform, 8 mm lang und 10 mm breit. Jetzt fleischig, nur zu 50%
mit Haaren bedeckt, olivgrün, später rötlich verfärbend.
In getrocknetem Zustand unregelmäßig einreißend, jetzt
ockerfarben.
Samen: mützenförmig, 80 - 100 in einer Frucht, 1,2
mm breit und 0,8 mm hoch, schwärzliche Testazellen mit Arrillus.
Hilum weiß-beige mit vorgewölbtem Hilumsaum, Micropyle deutlich
ausgeprägt. Die Art ist selbststeril.
Vorkommen: südöstlich der Siedlung von Minas do Camaqua,
auf einer Steinplatte inmitten von typnahen Populationen, Rio Grande do
Sul, Brasilien.
FS 137, GF 25.
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