|
benannt nach dem Kakteensammler Karl-Heinz Prestlé Erstbeschreibung: Gerloff, Norbert (1995): Notocactus neohorstii
var. prestlei Gerloff var. nova - INTERNOTO 16 ( 1 ) 3-17. Beschreibung:
Körper: zumeist einzeln, flach, chromoxidgrün, an der
Basis verkorkt, Scheitel: eben mit leichter Grube, ganz mit Wolle gefüllt,
Wuchsform: jung gedrückt kugelig, halb so hoch wie breit, dann kugelig
bis gestreckt, 5-12 cm dick, bis 23 cm hoch, Faserwurzeln, Rippen
: 19-25, meist 21, scharfe, beilförmige Kanten zwischen den Areolen
bildend, 9-13 mm breit, 5-12 mm tief.
Areolen:1-2 mm vertieft, rundlich weißwollig, mit 2-3 mm
hoher Wolle, 10 mm voneinander entfernt, an der Basis auf 5 mm annähernd,
Blühareolen 7 mm breit und 5 mm hoch, weiße Wollkappe bildend,
bis 7 cm Ø, aus der einige Dornen hervorragen,
Dornen: dicker, grauer und kräftiger als bei der Art, Mitteldornen
1-3, meist 1, weißlich grau, oben dunkel bespitzt, nicht kräftiger
als die Randdornen, 1 cm lang, manchmal 1,8 cm, im Scheitel abstehend,
später schräg nach unten zeigend, bei dreien sind die oberen
zwei sehr klein ( 4 mm lang ), 3-9 Randdornen, meist 5, ebenso lang und
kräftig wie die Mitteldornen, der längste weist nach unten,
je 2 oder 3 zu den Seiten, gefärbt wie Mitteldornen, anliegend, die
seitlichen bis zur Nachbarrippe reichend.
Blüten: scheitelnah, in mehreren Schüben, im Hochsommer,
wenn die Typpflanzen fast verblüht sind, 22-25 mm lang, 22-32 mm
breit, 2-4 Tage offen, intensiv bis aufgehellt schwefelgelb, Fruchtknoten:
weißlich, 2,5 mm breit und nur 3 mm hoch, in weiße Wolle gehüllt,
ohne Borsten, Staubblätter : oben hellgelb unten rot, bis 6
mm lang, inseriert bis unter den Rand der Röhre, den Fuß der
Narbe erreichend, Röhre: 10-12 mm lang, 12-14 mm breit,
breit trichterförmig, innen die untere Hälfte rot, oben gelb,
außen hellgelb, bekleidet mit kleinen grünlichen, spitzen und
sehr schmalen Schuppen, aus deren Achseln weiße Wolle entspringt,
ohne Borsten, Nektarrinne: so breit wie tief, um 1 mm , wenig Nektar,
Übergangsperianthblätter: 1-1,5 mm breit und sehr schmal, außen
grünlich, Kronblätter: schmal lanzettlich, 13-15
mm lang, max.2,5 mm breit nahe der Spitze, auch rundlich oder gekerbt
endend, verschieden intensiv zitronengelb, Griffel: blassgelb,
15-17 mm lang, Narbenäste: 7-9, 1 mm lang, eng anliegend, schwarz-karminrot.
Frucht: 6 Monate nach der Blüte, schmutziggraue bis rötliche
Beere, 5-7 mm lang, 3 mm breit, enthält 17-30 Samen,
Samen: mützenförmig, mattschwarz, 0,8 mm breit und lang,
HMB schief und gewölbt, Testazellen hexagonal, mit Faltungsmuster
über dem Kamm der erhabenen Zelle, von denen zur Seite Querfalten
gehen, die Bandstruktur in den Furchen zwischen den Testazellen fehlt,
die Varietät ist selbststeril.
Heimat und Typstandort: zwischen Kieseln auf einer Steinplatte,
im Arroio del Velhaco, zwischen Bage und Torinhas, Rio Grande do Sul, Brasilien.
|