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UG Neonotocactus

Typus:

Notocactus mammulosus (Lemaire 1838) Berger ex Backeberg 1959

Literatur:

Neduchal, J.: Notocactus - Bilanz 1998: Neu-Isenburg 1999, S. 20 - 21.

N. mammulosusBeschreibung:

Körperbau: Es kommen verschiedene Körperformen vor. Pflanzen zumeist hartfleischig, die Gruppe um N. mammulosus wächst überwiegend in wiesigen Landschaftsformen, die Gruppe um N. mueller-melchersii im felsigen Terrain, flachen, fast nackten Felsplatten.
Rippen: Zumeist dreieckig bis bogenförmig im Querschnitt, nicht selten in Höcker gegliedert, diese dann um die Areolen verdickt. Manchmal erreichen die Täler zwischen den Höckern die Rippenfurche. Bei der Gruppe um N. mueller-melchersii ist die Rippenstruktur ausgeprägter.
Blütenschnitt Notocactus mammulosus fa. marmarajaAreolen: Breitrund bis rund, auf der oberen Flanke eines Höckers vertieft sitzend, weißwollig aber rasch verkahlend und verschmutzend.
Dornen: Die Mitteldornen (bis 6 an der Zahl) entwickeln sich zu kräftigen Nadeln, pfriemartiges und stechendes Schutzkleid, oft gebogen, später verbleichend.

Blüten: Die Blüten sind bereits in der Seitenansicht, trotz der starken Wollbildung, auffallend breit. Die Blütenröhre erweitert sich unmittelbar über dem Fruchtknoten breit schüsselförmig oder mindestens breit trichterig . An der Umbiegestelle stehen die Staubblätter steil, nur aus der Blütenröhre entspringend, zuerst griffelwärts, dann auswärts gebogen. Die tangential entspringende s. g. zweite Staubblattgruppe fehlt. Die Basen der innersten Blütenhüllblätter sind mit der Blütenröhrenwand bis zur Umbiegung der Blütenröhre dicht oberhalb des Fruchtknotens verwachsen. Die Pflanzen sind - bis auf wenige Ausnahmen - selbststeril. N. mueller-melchersiiDie Blüten öffnen erst ca. 2 Stunden nach dem Höchststand der Sonne und schließen erst spät nachmittags wieder.

Früchte: Bei der Untergattung verlängern sich die Früchte im Vollreifestadium im basalen Abschnitt stark und hängen schlaff über. Beim Abbrechen entsteht eine basale Öffnung. Die Frucht ist ursprünglich grün und entwickelt sich durch die Streckung zu einem schlauchartigem Gebilde. Samen, die sich ursprünglich im oberen Fruchtbereich befanden, fallen nach der Reife und Austrocknung der Samenstränge leicht aus.
Samen: Die, wie bei der Untergattung Malacocarpus, breit, glockenförmigen Samen haben oft am Rand ein dick polsterförmigesHilum. Verbreitungskarte der UG Neonotocactus Autor N. GerloffDieser wulstige Rand des Hilums ist wichtiges Merkmal der Untergattung. Die Arillushaut ist in winzige sternförmige Teilchen zerlegt, die den Spitzen der Testawarzen aufsitzen. An der Keimseite ist der Samen dieser UG abgeplattet oder gerundet und von ockergelber Farbe .

 Standort: Argentinien (vom Süden bis auf die Höhe von Buenos Aires), Uruguay und Rio Grande do Sul aus Brasilien (bis ca. auf die Höhe von Cacapava, Porto Alegre).

Übergangsarten zur Gattung Neonotocactus:

Blüten öffnen früher, ca. 1 Stunde vor den Pflanzen der Gruppe um Notocactus mammulosus, bezogen auf den Höchsstand der Sonne.

Arten, Varietäten & Formen:

1 Notocactus orthacanthus Link & Otto 1827
2 Notocactus alamoensis PR 235 n. n.
3 Notocactus allosiphon Marchesi 1972
4 Notocactus arnostianus f. curvispinus (F. Ritter 1979) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
5 Notocactus arnostianus var. arnostianus Kolarik & Lisal
6 Notocactus buiningii Buxbaum 1968
7 Notocactus erubescens (Osten 1941) Marchesi 1972
8 Notocactus erubescens fa. schlosseri (van Vliet 1974) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
9 Notocactus mammulosus (LEMAIRE 1837) BERGER ex Backeberg 1959
10 Notocactus mammulosus fa. cristatoides (F. Ritter 1979) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
11 Notocactus mammulosus fa. floricomus (Arechavaleta 1905) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
12 Notocactus mammulosus fa. macambarensis (K. H. Prestlé 1986) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
13 Notocactus mammulosus var. erythracanthus (Schlosser & Brederoo 1985) N. Gerloff & J. Neduch
14 Notocactus mammulosus var. megalanthus (Schlosser & Brederoo 1981 ) N. Gerloff & J.
15 Notocactus mammulosus var. paulus (Schlosser & Brederoo 1980) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
16 Notocactus mueller-melchersii fa. gracilispinus (H. Krainz 1942) N. Gerloff & J. Neduchal 20
17 Notocactus mueller-melchersii Fric ex Backeberg & Knuth 1935
18 Notocactus mueller-melchersii var. eugeniae (van Vliet 1976) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
19 Notocactus mueller-melchersii var. veenianus van Vliet 1974
20 Notocactus mueller-melchersii var. winkleri (van Vliet 1975) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
21 Notocactus mueller-moelleri Fric ex Fleischer & Schuetz 1975
22 Notocactus permutatus F. Ritter 1979
23 Notocactus rauschii var. fuscus (RITTER 1979) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
24 Notocactus rauschii var. rauschii van Vliet 1969
25 Notocactus ritterianus Kolarik & Lisal 1986
26 Notocactus rubropedatus F. Ritter 1979
27 Notocactus rutilans Daeniker & Krainz 1948
28 Notocactus rutilans fa. robustior Gerloff 2008
29 Notocactus rutilans var. gutierrezii (Abraham 1988) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
30 Notocactus rutilans var. roseiflorus (Schlosser & Brederoo 1978) N. Gerloff & J. Neduchal 20
31 Notocactus spinibarbis Ritter F. 1979
32 Notocactus submammulosus (Lemaire 1839) Backeberg & Knuth 1935
33 Notocactus submammulosus var. minor (R. Kiesling 1995) N. Gerloff & J. Neduchal 2004
34 Notocactus turecekianus (R. Kiesling 1995) W. R. Abraham 1995
35 Notocactus vilanovensis Christa Koch 2003