Donnerstag, 12 Dezember 2019
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NotoBlog (Übersicht)

 

Erstellung von Namensschildern


Übersichtliche Informationen auf den PC-beschrifteten Etiketten


Oben der noch zu lange "Rohling" mit überstehenden Rändern der Klebeetiketten, unten nachbearbeitetes fertiges Namensschild


Nach 5-10 Jahren beobachtete Auflösung der Kanten der Klebeetiketten - aber die Schrift ist noch vollständig lesbar!

Der Aprilscherz in der letzten KuaS mit den digitalen Namensschildern u.a. für Kakteen, die über WLAN jeweils mit den aktuellen Namen der Pflanze versorgt werden und so zukünftig jeden Etikettenwechsel überflüssig machen sollen, hat mich animiert, hier im NotoBlog einen kleinen Erfahrungsaustausch über Namensschilder zu starten: Wie stellt Ihr Eure Schilder her? Seid Ihr zufrieden mit der Methode oder sucht Ihr dringend nach anderen Möglichkeiten?

Gleichzeitig möchte ich vorstellen, wie ich meine eigenen Namensschilder mit dem PC beschrifte - auch hierzu hat vielleicht jemand einen noch besseren Tipp!?

"Meine" Methode wurde vor einigen Jahren in der KuaS von einem Kakteenliebhaber erklärt und nach einigen Mailwechseln habe ich sie für mich übernommen: Der eindeutig größte Vorteil dieser Methode ist, dass die Schilder durch die korrekte Schrift des PCs deutlich besser lesbar sind und dadurch einige Informationen mehr aufnehmen können als handschriftlich erstellte (jedenfalls bei mir ;-)

Meine Etiketten enthalten neben den Namen der Pflanzen auch noch die Feldnummer, den Standort (soweit bekannt) und die Quelle, aus der ich die Pflanzen bezogen habe. Insbesondere die Standortangabe finde ich sehr hilfreich, da so bei der Beobachtung im Gewächshaus auch regionale Bezüge berücksichtigt werden können, ohne ständig entsprechende Fachliteratur herbeizuschaffen.

Die Namensschilder bestehen praktisch aus normalen Stecketiketten, auf die bedruckte wetterfeste Etiketten (öl-, schmutz-, wasser- und temperaturbeständig (-20°C bis +80°C), spritzwasser- und reißfest) geklebt werden.

Konkret:

Für fast 1.000 Etiketten muss man so leider erst einmal 50-60 € vorlegen (Zweckform-Etiketten + Stecketiketten), heruntergerechnet entspricht dies einem Preis von 5-6 Cent pro fertiges Namensschild (plus Druckkosten)

Die Klebe-Etiketten können fast mit allen Textverarbeitungsprogrammen über die Seriendruckfunktion erstellt werden, ansonsten bietet Avery-Zweckform auch kostenlose Beschriftungs-Software zum Download an (http://www.avery-zweckform.com/avery/de_de/Vorlagen-und-Software). Der Druck erfolgt über einen schwarz-weiß-Laserdrucker (Farblaserdrucker sollen wegen der vielen Umlenkrollen zu Beschädigungen führen), möglich ist aber natürlich auch ein Ausdruck per Tintenstrahldrucker auf Normalpapier und ein anschließendes Fotokopieren des Ausdruckes auf die Klebeetiketten (z.B. im Copyshop).

Nachdem die fertig bedruckten Bögen mit den Klebe-Etiketten vor einem liegen, beginnt die stumpfsinnige Bastelarbeit: Nach dem fummeligen Bekleben der Stecketiketten mit den bedruckten Klebeetiketten müssen die fertigen Namensschilder noch auf Maß geschnitten werden:

  • Die Klebe-Etiketten sind geringsfügig höher als die Steck-Etiketten breit. Dadurch hat man beim Aufkleben eine gewisse Toleranz, aber jetzt muss der verbleibende Überstand mit einer möglichst scharfen Schere abgeschnitten werden (Cuttermesser soll auch gehen!)
  • Die Steck-Etiketten schneide ich zum Schluss auf die gewünschte Länge von ca. 85mm (längere Etiketten stehen zu weit über 6er-Töpfe heraus, was besonders bei den silbernen Etiketten unschön aussieht). Das Einkürzen sollte an der angespitzen Seite erfolgen, dann muss man nicht so genau arbeiten - dieses Ende kommt sowieso ins Substrat!

Die so erstellten Namensschilder sind bei mir auch nach fast 10 Jahren noch gut lesbar (kein verblassen, kein Auswaschen durch das Gießen!), allerdings zeigen ältere Klebe-Etiketten an den Rändern einen etwas unschönen "Knabberrand", so dass auch bei diesen Etiketten nach etlichen Jahren eine Erneuerung notwendig werden könnte!

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