Mittwoch, 24 Juli 2024
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Notocactus ottonis

  • Notocactus ottonis (Lehm.) A.Berger ex Backeb.
    Kaktus-ABC [Backeb. & Knuth] 254 (1936)

 

ottonisGf39b FotoGerloffNotocactus ottonis Gf 39 /südlich Lavras (Foto: Norbert Gerloff)

Körper zuerst einzeln, später Gruppen bildend, kugelig, oft zur Basis verjüngt, hell- bis dunkelgrün oder blaugrün, 3-­15 cm Ø; Rippen 6-16, deutlich, gerundet oder scharfkantig; Areolen meist nur wenige pro Rippe; Dornen borstenartig, gerade, gebogen oder verdreht; Mitteldornen 1-4, bräunlich, rötlich braun oder gelblich, 0,8-4 cm; Randdornen 4-15, weißlich bis gelblich oder bräunlich, 0,5­3 cm;

Blüten meist gelb, nur ganz selten orangerot oder rot, 5 - 6 cm lang, Röhre mit bräunlicher Wolle und Borsten; Narben dunkelrot; Früchte eiförmig bis kurz zylindrisch, dickwandig, aufreißend, 0,9­1,2 cm Ø, oft mit sehr zahlreichen Samen; Samen glockig, glänzend schwarz, stark gehökert.

(aus E.F. Anderson, Das grosse Kakteen-Lexikon, 508 (2005))

Die Art ottonis hat ein sehr grosses Verbreitungsgebiet hat. Daher ist die Variationsbreite ebenfalls enorm. Aktuell gibt es zwei Sichtweisen, die sich stark unterscheiden: Neben der Ansicht in den Büchern von Hunt, Anderson und Lodé gibt es auch stärker differenzierende Meinungen, die die Art Notocactus ottonis in deutlich mehr Varietäten und Formen unterteilen.

Erstbeschreibung:

Notocactus ottonis am Standort

  • Cactus ottonis Lehm.
    in: Index Sem. (Hamburg) 16 (1827)

Benannt nach: Friedrich Christoph Otto *1738, Gärtner im bot. Garten von Berlin.
Epitypus: N.Gerloff Gf39 (Brasilien), hinterlegt im Herbar des Palmengartens Frankfurt am Main/D

Synonyme:

  • Echinocactus ottonis (Lehm.) Link & Otto
    in: Icon. Pl. Rar. [Link, Klotzsch & Otto] 31 (t. 16) (1828)
  • Malacocarpus ottonis Britton & Rose (unkorrekter Name Art.11.4)
    in: Cactaceae (Britton & Rose) 3: 195, pl. 20 (1922)
  • Parodia ottonis (Lehmann) N.P.Taylor
    in: Bradleya 5: 93 (1987)
  • Peronocactus ottonis (Lehm.) Doweld (unkorrekter Name Art.11.4)
    in: Sukkulenty 2: 20 (1999)
  • Echinocactus tenuispinus var. minor Link & Otto
    in: Verh. Vereins Beford. Gartenbaues Konigl. Preuss. Staaten 3: 422, tab. 19, fig. 2 (1827)

Foto Henßen

 Weitere Informationen:

Körper zunächst kugelig, später etwas gestreckt, 5-11cm Ø, Scheitel etwas eingesenkt, Epidermis kräftig grün, grau werdend, glänzend; an der Wurzel, wie am Körper reichlich sprossend, an der Basis allmählich verholzend. Rippen 9 bis 14, gerundet, nicht tief, eher wulstig, schwach höckerig zwischen den Areolen, Furchen scharf.

Areolen ca. 1 cm entfernt, nur im Scheitelbereich mit weißlichem Filz besetzt, eingesenkt. Randdornen 10-18, nadelig, strahlig ausgebreitet anliegend, fein, ziemlich gerade, gelblich; Mitteldornen bis 4, bis ca. 15 mm lang, etwas kräftiger, rötlich braun mit hellerer Spitze, der oberste sehr kurz (8 mm), die 2 seitlichen horizontal, der unterste sehr lang (26-28 mm) und herabgebogen.

Blüten: 4-6 cm lang und ebenso breit, glänzend schwefel- bis goldgelb, seidig glänzend; Röhre mit kleinen Schuppen, braunen Borsten und grauer oder bräunlicher Wolle besetzt. Perigonblätter zweireihig, schmal, lineal, lang zugespitzt, mit rotem Weichstachel, zitronengelb, die sepaloidischen auf dem Rücken mehr oder weniger rötlich. Staubfäden kürzer als der Griffel, in hohem Grade reizbar. Antheren gelblich. Narben mit 12-14 Lappen, feurigpurpurrot.

Frucht: dunkelrot - grün, kugelig, mit wenigen Borsten und Haaren, ~7 mm Ø.

Typstandort: Allgemein verbreitet in Argentinien, Uruguay, Paraguay und Süd-Brasilien.

Bemerkung: N. ottonis ist eine äußerst variable Art. Varietäten und Formen sind von einer verwirrenden Vielfalt, sehr blühwillig. Sämlinge blühen ab dem dritten Jahr. Als Holotyp wurde Gf 39 gewählt.

Literatur:

  • Gerloff, N. , KuaS 11, 1990 /3
  • N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

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