Dienstag, 11 Mai 2021
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Notocactus werdermannianus

  • Notocactus werdermannianus HERTER
    Herter 1942 in: Revista Sudamer. Bot. 7: 75

werdermannianus foto steinert1Notocactus werdermannianus (Foto: K.D. Steinert)

Cormus luteo-viridis, elongatus, 13cm altus, supra 10cm, infra 7cm diametiens. Costae c. 40, rectae, supra divisae. Aculei marginales c. 16, haud pungentes, albidi, 5 mm longi, centralium c. 4 inferior maximus, c. 15 mm longus, recte patens, sed vix pungens, toti primum lutei, postea canescentes. Flores 6cm alti, sulphurei. Stigmata purpurea.

(aus Revista Sudamericana de Botanica 7, 1942)

Uruguay: Tacuarembó, roter Sandstein, leg. WALTHER.

Aus der Verwandtschaft des N. leninghausii (K.Schum.) Berger ex Hill und des N. elachisanthus (Web.) Hert.. Gehört zur Scopa-Gruppe, leitet aber durch das vorgezogene Kinn zur Mammulosus-Gruppe über. Der Körper ist umgekehrt birnförmig, nämlich
oben rund, nach dem Grunde zu verschmälert; die Körperfarbe ist gelbgrün (etwas dunkler als SACCARDO 33). Die Rippen verlaufen gerade, teilen sich aber nach oben hin häufig, sie sind niedrig und quer gebuchtet. Die in den Buchten stehenden Areolen, unterhalb derer sich kinnförmig vorgezogene Höcker befinden, sind einförmig-länglich, 1-1,5mm groß, 5mm von einander entfernt, jung wollfilzig, später verkahlend. Der Scheitel ist tief eingesenkt, im Grunde unbestachelt, mit ganz kurzem, weißem Wollfilz bedeckt. Die gelblich weißen Randstacheln stehen meist seitlich ab, von den Mittelstacheln ist der unterste, gerade abstehende stärker als die Randstacheln. Die in der Nähe des Scheitels oberhalb der Areolen stehenden, kurz trichterförmigen Blüten sind annähernd 6 cm hoch; voll ausgebreitet messen sie etwas über 7 cm. Die Blütenhüllblätter sind seidenglänzend hellgelb (ungefähr SACCARDO 25), mit grünlichem Schimmer, namentlich im Knospenzustand, lanzettlich,
zugespitzt, teils an der Spitze gezähnt, außen mit schwachem, grünlichem Mittelstreifen versehen, der bei den äußeren Blättern in ein leicht rötliches Spitzchen ausläuft. Die längsten Staubfäden reichen bis zur Hälfte
der Blütenhülle. Die Staubfäden sind hellgelb, ebenso der kräftige Griffel, die Staubbeutel gelb (SACCARDO 23), die mit ca. 11 Strahlen versehene, die Staubbeutel überragende Narbe ist hell purpurn. Die Schuppen des Fruchtknotens sind grün, sie sind mit gelben Borsten und weißer Wolle versehen.

(aus: NOTOCACTUS 4, 1981)

Benannt nach Dr. Erich Werdermann *1892 (bereiste Brasilien, Mexiko und Afrika, Autor verschiedener Kakteenarten)

Synonyme:

  • Parodia werdermanniana (HERTER) N.P.TAYLOR
    in: Bradleya 5: 93 1987
  • Notocactus memorialis PRESTLÈ
    in: INTERNOTO 9(1): 7 1988

Weitere Informationen:

werdermannianus2Körper: umgekehrt birnenförmig, im Alter säulig, bis 10 cm breit, blühfähig ab 5 cm Höhe und Breite, bis 30 cm lang. Epidermis gelbgrün,Scheitel tief eingesenkt.Rippen 28 - 40, niedrig mit Kinnhöckern.

Areolen: vertieft, 5 mm von einander entfernt, Mitteldornen 4 im Kreuz, der untere am längsten, um 15 mm lang; hellgelb bis bernsteinfarben; Randdornen ~ 16, seitlich gespreizt, gelblich weiß bis kräftig ockergelb, abstehend, ~ 5 mm lang.

Blüten: ~ 6 cm lang, 7 cm breit; trichterförmig, zumeist mit heller Wolle bekleidet; Petalen lanzettlich, zugespitzt, glänzend, anfangs außen mit grünlichem Ton, außen ein etwas rötlicher Mittelstreifen, gelb; Staubfäden wie Griffel hellgelb, Narben mit 11 Narbenstrahlen überragt die Staubbeutel, hellpurpurn. Fruchtknoten mit grünen Schuppen und gelben Borsten sowie weißer Wolle.

Frucht: beerenartig, eiförmig, hellgrün mit grünen Schuppen, aus denen weiße Wolle sowie gelbe bis hellbraune Borsten herauswachsen. Die vertrocknende, verpulvernde Frucht springt unmittelbar unter dem Blütenrest auf, sie enthält ~ 200 Samen.

Samen: glockenförmig, Testa besetzt mit ovalen, mattglänzenden, schwarzen Höckerchen. Nabel unregelmäßig geformt, hell ockergelb, die Mikropyle zu einem Wärzchen erhoben.

Typstandort: Cerro del Porton bei Tacuarembo und in der Sierra Gauna, Norduruguay. S 189, R 376a, DV 19.

Bemerkung: Am Standort ist N. werdermannianus nur stundenweise der Sonne ausgesetzt. Er wächst in den steilen Flanken des Cerro Porton, seine weiteren Formen in steiniger Umgebung in saurem, etwas lehmigen Boden. Laut Hugo Schlosser ist es eine vielgestaltige Pflanze, das betrifft die Farbe der Dornen, der Knospen und die Rippenzahl.
Die neueste Diskussion und Standortrecherchen führen zu Überlegungen, N. van vlietii als dunkelste Form, N. ferrugineus als rötliche -, N. intermedius n.n. als beigefarbene Form ein und der selben Art anzusehen.

Notocactus werdermannianus var. bruneispinus = Notocactus vanvlietii

Literatur:

  • Herter, G. (1942): Revista Sudamer. Bot. 7: 75
  • Prestlé, K.H. (1988): Internoto 9(1): 7
  • Taylor, N.P. (1987): Bradleya 5: 93
  • Theunissen, S. (1981): Notocactus 4: 38

 

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