Literatur: Mark Faint.( www.mfaint.demon.co.uk ) Dieter Herbel: Alles über Kakteen, München 1978
Pflanzgefäße  Im Allgemeinen nehme ich für die meisten meiner Pflanzen viereckige Kunststofftöpfe. Diese lassen sich auch in unterschiedlicher Größe gut kombinieren, so dass eine gleichmäßige Fläche entsteht ohne viele Lücken die nicht genutzt werden können und leicht schmuddelig aussehen. Man verwendet oft niedrige Töpfe,
da Notokakteen im allgemeinen ein flaches Wurzelsystem
haben. Versuche mit tieferen Töpfen bei Notocactus concinnus und Notocactus uebelmannianus zeigten mir, dass sich diese Pflanzen in den tieferen Töpfen sehr wohl fühlen. Ich empfehle keine Tontöpfe, da diese zu schnell austrocknen
und damit das feine Wurzelsystem schädigen.Der Ton speichert Wasser, was zum Einen erwünscht ist, was zum Anderen
die Folge hat, dass sich die feinen Saugwurzeln an den Topf regelrecht ansaugen
und beim Umtopfen abgerissen werden.
Beide Topfarten erwärmen sich leicht und bis zu hohen Temperaturen.
Schwarze Töpfe sollten deshalb so gestellt werden, dass sie sich gegenseitig
schattieren. Bei beiden Sorten sollte man auf Sauberkeit achten, Tontöpfe
möglichst gar nicht wiederverwenden. Kunststofftöpfe nur nach gründlicher
Reinigung.
Von der Stabilität her hat der Tontopf einen großen Vorteil.
Beim Kunststofftopf sollte man deswegen auf ausreichende Materialstärke
und UV-Stabilität achten, sonst zerbröselt einem der Topf nach
wenigen Jahren zwischen den Händen.
Bei der Topfgröße sollte gut einen Zentimeter zwischen Pflanzen-Körper
und Topfrand sein. Das erleichtert das Gießen und stellt sicher, dass
die Pflanzen mindestens zwei Jahre im selben Topf bleiben können. Notokakteen
gehören zu den Flachwurzlern. Oft ist bei größeren Töpfen
nur etwa die obere Hälfte mit Wurzeln durchzogen. Damit verbrauchen
wir zu viel Substrat, Dünger sammelt sich ungenützt im unteren
Teil an und Feuchtigkeit hält sich unerreichbar und unerwünscht
im unteren Teil des Topfes. Vor allem bei Töpfen über 10 cm Kantenlänge ist die Tiefe der Töpfe zu groß, so dass man sie besser abschneidet. Dadurch verliert man aber den versteifenden Rand und die leichte Möglichkeit den Topf anzuheben. Beim "Schwarz"(s. Linkliste) werden auch flache Schalen angeboten, die sehr zu empfehlen sind. Diese werden auch mit Erfolg verwendet indem mehrere Pflanzen, zum Beispiel der selben Ar, zusammen gepflanzt werden. Umtopfen Da stellt sich zuerst die Frage nach dem Zeitpunkt. Viele
Autoren bevorzugen das zeitige Frühjahr so lange die Pflanzen noch
trocken stehen. Die Erkenntnis, dass viele Pflanzen bei steigender Tageslänge
wieder neue Saugwurzeln ausbilden, führte zu Versuchen mit dem Umtopfen
bereits im Winter zu beginnen. Dann sind die Bruchstellen bis zum Frühjahr
verheilt und Pilz können nicht mehr eindringen. Das Substrat muss natürlich
sehr trocken sein, sonst haben wir genau das erreicht, was wir vermeiden
wollten.Es bleibt aber nicht aus, dass man immer wieder im Laufe eines Jahres einzelne Pflanzen umtopfen muss.
Durch vorsichtiges Klopfen an den Topf wird das Substrat und die Wurzeln
gelockert bis sich der Topf von alleine löst. Bei durchwurzeltem Boden
oder anderen Schwierigkeiten muss schon mal der Topf zerschnitten oder zerbrochen
werden. Alles alte Substrat wird vorsichtig entfernt. Arbeitshandschuhe und
Kakteenzange sind dabei gute Hilfsmittel, auch verwende ich gerne einen älteren
Borstenpinsel, um ohne Verletzung Substratreste zu lockern. Beim Umtopfen
lege ich einige gröbere Stücke Kies auf den Topfboden, um
zu verhindern, dass der Boden beim Gießen ausgewaschen wird.
Ein Stück Küchenkrepp-Papier tut es auch. Diese bedecke ich mit
einer Schicht von ca. 1 cm der Erdmischung und halte die Pflanze so in
den Topf, dass das "Genick" der Pflanze knapp unter der Topfkante ist.
Dann wird die restliche Erde bis auf ungefähr 1 cm unterhalb des "Genicks"
um die Pflanze gefüllt; den Topf leicht aufgestoßen, damit die
Hohlräume sich schließen(in ihnen würden die Saugwurzeln
vertrocknen) und leicht angedrückt. Der Rest wird mit demselben groben
Splitt aufgefüllt. Diese
Abdeckung wirkt wie mulschen: Die eigentliche Oberfläche bleibt locker
und länger feucht.
Auf ein Angießen wie bei anderen Pflanzen sollte auf jeden Fall verzichtet
werden. Nach ein paar Tagen kann die Pflanze besprüht werden. Das erste
Gießen erfolgt lieber später als früher. Übrigens sollten auch Pflanzen umgetopft werden wenn sie den Topf nicht zum Platzen bringen. Gerade dann ist vielleicht etwas nicht in Ordnung und ein Blick in den Topf offenbart Schäden an der Pflanze. Mit frischem Substrat entwickeln sie sich dann vielleicht wieder besser. Gerade ältere Pflanzen, die mehr in die Höhe als in die Breite wachsen werden gern benachteiligt,da sie scheinbar mit dem Topf noch gut auskommen obwohl das Substrat schon längst ausgelaugt ist.
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