Freitag, 12 Juni 2026
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Ich empfehle keine Tontöpfe, da diese zu schnell austrocknen und damit das feine Wurzelsystem schädigen.Der Ton speichert Wasser, was zum Einen erwünscht ist, was zum Anderen die Folge hat, dass sich die feinen Saugwurzeln an den Topf regelrecht ansaugen und beim Umtopfen abgerissen werden.
Beide Topfarten erwärmen sich leicht und bis zu hohen Temperaturen. Schwarze Töpfe sollten deshalb so gestellt werden, dass sie sich gegenseitig schattieren. Bei beiden Sorten sollte man auf Sauberkeit achten, Tontöpfe möglichst gar nicht wiederverwenden. Kunststofftöpfe nur nach gründlicher Reinigung.
Von der Stabilität her hat der Tontopf einen großen Vorteil. Beim Kunststofftopf sollte man deswegen auf ausreichende Materialstärke und UV-Stabilität achten, sonst zerbröselt einem der Topf nach wenigen Jahren zwischen den Händen.
Bei der Topfgröße sollte gut einen Zentimeter zwischen Pflanzen-Körper und Topfrand sein. Das erleichtert das Gießen und stellt sicher, dass die Pflanzen mindestens zwei Jahre im selben Topf bleiben können. Notokakteen gehören zu den Flachwurzlern. Oft ist bei größeren Töpfen nur etwa die obere Hälfte mit Wurzeln durchzogen. Damit verbrauchen wir zu viel Substrat, Dünger sammelt sich ungenützt im unteren Teil an und Feuchtigkeit hält sich unerreichbar und unerwünscht im unteren Teil des Topfes. Vor allem bei Töpfen über 10 cm Kantenlänge ist die Tiefe der Töpfe zu groß, so dass man sie besser abschneidet. Dadurch verliert man aber den versteifenden Rand und die leichte Möglichkeit den Topf anzuheben. Beim "Schwarz"(s. Linkliste) werden auch flache Schalen angeboten, die sehr zu empfehlen sind. Diese werden auch mit Erfolg verwendet indem mehrere Pflanzen, zum Beispiel der selben Ar, zusammen gepflanzt werden.

UmtopfenFoto Henßen

Da stellt sich zuerst die Frage nach dem Zeitpunkt. Viele Autoren bevorzugen das zeitige Frühjahr so lange die Pflanzen noch trocken stehen. Die Erkenntnis, dass viele Pflanzen bei steigender Tageslänge wieder neue Saugwurzeln ausbilden, führte zu Versuchen mit dem Umtopfen bereits im Winter zu beginnen. Dann sind die Bruchstellen bis zum Frühjahr verheilt und Pilz können nicht mehr eindringen. Das Substrat muss natürlich sehr trocken sein, sonst haben wir genau das erreicht, was wir vermeiden wollten.Es bleibt aber nicht aus, dass man immer wieder im Laufe eines Jahres einzelne Pflanzen umtopfen muss.

Durch vorsichtiges Klopfen an den Topf wird das Substrat und die Wurzeln gelockert bis sich der Topf von alleine löst. Bei durchwurzeltem Boden oder anderen Schwierigkeiten muss schon mal der Topf zerschnitten oder zerbrochen werden. Alles alte Substrat wird vorsichtig entfernt. Arbeitshandschuhe und Kakteenzange sind dabei gute Hilfsmittel, auch verwende ich gerne einen älteren Borstenpinsel, um ohne Verletzung Substratreste zu lockern. Beim Umtopfen lege ich einige gröbere Stücke Kies auf den Topfboden, um zu verhindern, dass der Boden beim Gießen ausgewaschen wird. Ein Stück Küchenkrepp-Papier tut es auch. Diese bedecke ich mit einer Schicht von ca. 1 cm der Erdmischung und halte die Pflanze so in den Topf, dass das "Genick" der Pflanze knapp unter der Topfkante ist. Dann wird die restliche Erde bis auf ungefähr 1 cm unterhalb des "Genicks" um die Pflanze gefüllt; den Topf leicht aufgestoßen, damit die Hohlräume sich schließen(in ihnen würden die Saugwurzeln vertrocknen) und leicht angedrückt. Der Rest wird mit demselben groben Splitt aufgefüllt. Diese Abdeckung wirkt wie mulschen: Die eigentliche Oberfläche bleibt locker und länger feucht.
Auf ein Angießen wie bei anderen Pflanzen sollte auf jeden Fall verzichtet werden. Nach ein paar Tagen kann die Pflanze besprüht werden. Das erste Gießen erfolgt lieber später als früher.

Übrigens sollten auch Pflanzen umgetopft werden wenn sie den Topf nicht zum Platzen bringen. Gerade dann ist vielleicht etwas nicht in Ordnung und ein Blick in den Topf offenbart Schäden an der Pflanze. Mit frischem Substrat entwickeln sie sich dann vielleicht wieder besser. Gerade ältere Pflanzen, die mehr in die Höhe als in die Breite wachsen werden gern benachteiligt,da sie scheinbar mit dem Topf noch gut auskommen obwohl das Substrat schon längst ausgelaugt ist.

Literatur:

  • Mark Faint.( www.mfaint.demon.co.uk )
  • Dieter Herbel: Alles über Kakteen, München 1978

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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