Sonntag, 14 Juni 2026
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Manchmal werden die Töpfe auch zu einer künstlichen Landschaft auf der Terasse aufgebaut. Große und kleine Töpfe werden dekorativ zusammen gestellt und erfreuen den Besitzer den Sommer über.

Wenn die Sammlung größer wird und der Platz vorhanden ist bieten sich die Frühbeete als sinnvolle Unterbringungsmöglichkeit an. Die dachplatten können bei starkem Regen herunter gelassen werden und geben auch bei geöffnetem Zustand den Pflanzen noch genügend Schatten. Der Windstreicht leicht über die Pflanzen hinweg, eine Stauwärme ist ausgeschlossen. Nachts kühlen sich die Pflanzen gut ab, denn einen großen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht mögen die Kakteen gern. Das fördert die Robustheit der Pflanzen und lässt eine schöne Bedornung entstehen. So werden die Mehrzahl der Kakteen im Züricher Sukkulentengarten in Frühbeeten kultiviert.

In den letzten Jahren setzen sich immer mehr als Alternative zu den frühbeeten die Folientunnel durch. Wegen der fehlenden Seitenwände auf 2 Seiten ist eine gute Durchlüftung gewährleistet, diePflanzen sind bei schlechter Witterung besser geschützt und man kann auch bei Regen an seine Pflanzen heran. Diese Tunnel ersetzen heutzutage die ehemaligen Kalthäuser, werden aber auch geheizt wie man sie bei der Firma Uhlig findet.

Foto HenßenEin Gewächshaus, möglichst beheizt, ist der Traum vieler Kakteenfreunde, Pflanzen in mehreren Etagen zu pflegen, unter Umständen noch ein Schaubeet in der Mitte anzulegen und Platz zum Arbeiten darin zu haben, das ist eigentlich schon Luxus. Dann müssen keine Töpfe mehr in den Keller getragen werden und meist findet sich unter den Tischen noch genug Platz für das Substrat, Töpfe und was man noch so alles braucht, von den Spinnen nicht zu schweigen, die dort auch gerne heimisch werden. Ich habe mich für ein Prinzess-Gewächshaus entschieden, da mir zum Einen die Lüftungsmöglichkeiten imponierten und zum Anderen ein ausgeklügeltes Isolierungssystem mir eine Reduzierung der Heizkosten versprach.

Resumeé: Was man für seine Kakteen auswählt hat vorangig mit den eigenen finanziellen und räumlichen Möglichkeit, der körperlichen Belastbarkeit durch das Tragen der Pflanzen ins Winterquartier und der Anzahl der Pflanzen zu tun, wobei die Anzahl der Pflanzen am ehesten in den Griff zu bekommen ist. Man hat nie genug Platz, auch wenn das Gewächshaus noch so groß ist. Darum muss man sich eingestehen wie viel Platz man zur Verfügung hat und das Beste daraus machen, oft wirkt eine kleine Spezialitätensammlung viel interessanter wie eine große Mischung von jedem etwas.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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