| Schädlinge und Krankheiten |
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Die beiden am häufigsten vorkommenden Schädlinge an Notokakteen sind die roten Spinnmilben und die Wurzelläuse.
Die rote Spinnmilbe (Brevipalpus russulus): Der Kakteenkörper
wird vom Vegetationspunkt aus gelblich, braun gesprenkelt, das Blattgrün
wird durch die Saugtätigkeit der Insekten zerstört und die
Pflanze kann eingehen.
Krankheiten von denen die Pflanzen befallen werden können, haben meistens Probleme mit den Wurzeln. Dies kann durch Überwässerung oder alkalischen Boden verursacht werden. Wenn die Wurzeln zerstört sind, müssen alle toten oder beschädigten Wurzeln entfernt werden. Besteht eine Pilzinfektion, dies ist an einer braunen Verfärbung des Gewebes zu erkennen, muß sie mit einem scharfen, sterilen Messer ganz ausgeschnitten werden. Das beschädigte Gewebe muß dann durch Liegenlassen an einem trockenen, luftigen Ort ganz abtrocknen und mit einem Kallus überzogen sein. Die Wiederbewurzelung erfolgt durch Einpflanzen in feuchte, sterile Erde in einem verschlossenen Plastikbeutel, der die Austrocknung der Erde verhindert. Neue Wurzeln erscheinen meist nach ein paar Wochen.
Sogenannte Rußtaupilze siedeln auf dem Honigtau, dem
zuckerhaltigem Kot pflanzensaftsaugender Insekten (Blattläuse, Weißen
Fliegen, Schildläuse und Schmierläuse ) auf welchem sie einen
braunschwarzen Pilzrasen bilden. Dabei gehören die Rußtaupilze
unterschiedlichen Pilzgattungen an.
Der Belag auf den Blättern lässt wenig Licht zur Blattoberfläche
durchdringen, so daß die Photosynthese mehr oder weniger stark beeinträchtigt
wird. Man kann dieses erkennen, wenn man den Pilzbelag mit einem feuchten
Lappen abwäscht. Unter dem Belag ist das Blatt deutlich heller, denn
Lichtentzug führt zu einer Reduktion des Blattgrüns, welches den
Ort der Photosynthese darstellt, der betroffenen Blätter. Verkorkungen an der Basis der Kakteen sind meiner Meinung nach keine Krankheit sondern eine Alterserscheinung. Sie tauchen vor allem bei großen Eriokakteen und bei Pflanzen der Gattung herteri auf. Verkorkungen schaden der Pflanze nicht, weder dem Wachstum noch der Blühwilligkeit. Wem das nicht gefällt kann den Pflanzenkörper oberhald der Verkorkung abschneiden und wieder bewurzeln, dann bekommt man wenigstens für kurze Zeit einen makellosen Kakteenkörper. |