Freitag, 12 Juni 2026
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Vorbeugen dagegen kann man mit Schattieren. Früher sah man häufig bei Gärtnereien, dass man die Scheiben mit Kalkfarbe angestrichen hat. Heute verwendet man man eher Folien oder Gewebe um das Sonnenlicht zu dämpfen.
Am empfindlichsten sind Pflanzen, die einen relativ dunklen Überwinterungsplatz hatte. Wenn diese an das Tageslicht kommen, müssen sie sich eine Weile an das Licht gewöhnen Ich stelle die Töpfe, die später auf der terasse stehen sollen eine Woche an die Nordseite des Hauses.
Die Doppelstegplatten meines Gewächshauses streuen das Licht so gut, dass ich noch keine Verbrennungen an den Pflanzen feststellen musste. Aber auch im Gewächshaus betreibe ich eine Art "Lichtmanagement". Die Mexikaner und Hochgebirgspflanzen kommen ganz nach oben, die Pflanzen, die mehr Licht vertragen stehen auf der Ostseite und die mehr Schatten wollen auf der Westseite. Sie sehen daraus, dass mein Gewächshaus in der Nord-Süd-Richtung aufgestellt ist. An der Südseite, die am stärksten der Sonne ausgesetzt ist, befindet sich die Eingangstür. Frühbeetfenster sollten sich nach Norden hin öffnen lassen, um auch während des Lüftens kein direktes Sonnenlicht auf die Pflanzenkörper zu lassen.
Nach einer Eingewöhnungsphase können dann die Kakteen den ganzen Sommer im Freien stehen.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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    Aus dem Inhalt: Dr. Wolf-Rainer Abraham: Brasiliparodia (Seite 99-107) Peter Krämer: Ein Blick in alte INTERNOTO-Zeitschriften - 1995 (Seite 107-112) Jaroslav Vích: Wigginsia corynodes und Wigginsia erinacea – Blick in die Geschichte (Seite 113-128) plus: Ankündigung INTERNOTO-Tagung April 2026 Umfangreiche Samenliste (12 Seiten!)