Freitag, 12 Juni 2026
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Pedras Altas ist der Name eines Ortes und gleichzeitig des ihn umgebenden Gebietes. Der Ort liegt ungefähr 100 km westlich von Pelotas auf einer Hochebene. Hier leben ungefähr 2700 Menschen, die von 15 Läden versorgt werden. Aushängeschild und von touristischem Interesse ist ein von den Portugiesen errichtetes Schlösschen, das von einem Park  mit alten Bäumen umgeben ist. Für Feriengäste werden Übernachtungen angeboten.

 Foto Henßen  Grundschule Foto Henßen
 Restaurant mit Tagesessen  Grundschule  Schloss

Die folgenden Bilder dokumentieren die unterschiedlichen Landschaftsformen um den Ort Pedras Altas. Übersetzt bedeutet der Name die hohen Steine/Felsen. In der kargen Hochfläche wachsen Bäume und Büsche nur in geschützten Lagen. Extreme Freiflächen sind Felsabbruchkanten, Felsplatten aber auch Geröllhalden. Das sind die Standorte der Kakteen. Das Gestein besteht aus rötlichem Granit.

 Standort  Granithang  Landschaft
   Landschaftsaufnahmen  

Die Gegend um Pedras Altas bietet eine reichhaltige Artenvielfalt von Kakteen: Notokakteen, Gymnocalycien und Fraileen. Aber auch die Begleitflora ist interessant.

 Foto AFJaekel    Foto AFJaekel Foto AFJaekel
 Notocactus concinnus
 fa. gibberulus
 Notocactus arachnitis
 var. minor
 Notocactus erinaceus
 var. corynodes
 Notocactus sellowii var.
 courantii
 Foto AFJaekel  Foto AFJaekel  Foto AFJaekel  Foto AFJaekel
 Cereus hildmannianus  Notocactus mammulosus  Notocactus ottonis  Notocactus scopa
 Foto AFJaekel  Foto AFJaekel  Foto AFJaekel  Foto AFJaekel
 Frailea gracillima Notocactus linkii  Notocactus linkii var.
 altasensis
 Gymnocalycium
 denudatum

Für die Pflanzenaufnahmen möchte ich mich recht herzlich bei Angela und Frederico Jaekel aus Pelotas bedanken.

 

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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