Mittwoch, 10 Juni 2026
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Dieser kleine ausschließlich landwirtschaftlich geprägte Ort liegt nordwestlich von Artigas. Wenn man die Ruta 30 verlassen hat, führt einen eine breite stark ausgefahrene Staubstraße über mehrere Kilometer auf ein steiniges Hochplateau, das sich bis zur Grenze nach Brasilien hin erstreckt. Das Plateau liegt ungefähr 170 m über NN und fällt nach Norden und Westen hin ab.

 

Foto Henßen

 

Die Einheimischen begegnen einem auf ihren Pferden oder den einachsigen Kutschen, die sie auch für ihre Einkäufe benutzen.

 

Foto Henßen

 

Erst nach dem Ort wird die Landschaft so steinig, dass Kakteen die notwendige Rückzugsmöglichkeit finden, um sich gegenüber anderen Pflanzen zu behaupten.

Die meisten Pflanzen, die ich gesehen habe gehörte zu Notocactus mammulosus. Dann standen da noch Exemplare die wie Notocactus submammulosus aussahen und Notocactus roseiflorus. Eine weitere Art konnte erst zugeordnet werden nachdem Blütenbilder vorlagen. Nach deren Veröffentlichung in Internoto, werde ich sie hier ergänzen. Die Pflanzen von Notocactus mammulosus und roseiflorus erschienen mir von der größe her sehr mächtig. Einige wenige Jungplanzen waren vorhanden. Da die Pflanzen sehr exponiert auf den Felsen wachsen und die Weiden für die Rinderzucht benutzt werden, sind die Pflanzen auf der Nachsicht der Viehhirten angewiesen. Gerade an den großen stark bedornten Pflanzen können sich die Rinder verletzen. An anderen Kakteengattungen ist nur Frailea pumila anzutreffen.

 Foto NGerloff Foto Henßen Foto HenßenFoto Henßen
 Standort Notocactus mammulosus
 alter Notocactus mammulosus
 Notocactus submammulosus
 Foto Henßen Foto NGerloff Foto NGerloff Foto Henßen
 Notocactus roseiflorus
 Notocactus roseiflorus
 Notocactus submammulosus-Gruppe Frailea pumila

 

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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