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incomptus = schlicht, ungepflegt Erstbeschreibung:Gerloff, Norbert (1990): INTERNOTO 11 (2/3): 37 -
41. Literatur:N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische
Neubearbeitung, Frankfurt 2004. Beschreibung:Körper: gedrückt kugelig bis
kugelig, wenig
sprossend, Epidermis dunkelgrün, dunkler in den Furchen, oft
braunrot
verfärbt, an der Basis verkorkend, 5 - 7 cm Ø, bis 4 cm
hoch
(in Kultur bis 5 cm), Scheitel leicht eingesenkt, Faserwurzeln.
Rippen: 8 - 10, senkrecht verlaufend, im Querschnitt dreieckig,
Rippenkante
stumpf, 14 - 17 mm breit und 6 - 7 mm tief, an der Basis noch 3 mm
tief.
Der Rippenrücken zwischen den Areolen um 1 - 2 mm hoch gezogen.
Areolen: rundlich, weißfilzig, rasch verkahlend, 3 - 5 mm
Ø,
etwas vertieft, Areolenabstand um 14 mm. Dornen: am Fundort
hell,
anliegend, im Querschnitt breit, am Fuß dunkler als an den
Spitzen.
Randdornen : meist 9, davon 7 größere, zu den Seiten
und nach unten zeigend, im Scheitel etwas abstehend, dann anliegend,
gebogen,
brauner Fuß sonst gelblich blass, 8 - 16 mm lang, 2 kleine nach
oben,
nur 2 - 4 mm lang, manchmal fehlend. Mitteldornen: 1, nach
oben zeigend,
dunkler, aber nicht kräftiger und länger als die Randdornen,
5
- 7 mm lang, etwas abstehend.
Knospen: zu mehreren, scheitelnah, mit brauner Wolle und braunen
Borsten.
Blüten: am Scheitel, 40 - 50 mm lang, 50 - 58 mm Ø,
geruchlos,
(einen fast geschlossenen Blütenrand bildend).
Röhre: trichterförmig um 20 mm lang, unten 5 mm breit
oben
18 mm; Epidermis gelblich, außen zur Hälfte mit
hellgrünen,
spitzen Schuppen bekleidet, deren Achseln graubraune bis weiße
Wolle
und je 3 dunkelbraune Borsten entspringen., diese oben bis 10 mm lang,
unten
kürzer. Fruchtknoten: tonnenförmig, um 5 mm breit
und hoch,
innen weiß mit vielen Samenanlagen, außen verdeckt von 1
bis
2 mm langen grünen Schuppen, Wolle hier fast weiß, Borsten
braun, kurz. Nektarinne: flach, rötlich, Nektar
vorhanden. Petalen: 25 mm lang, innere 5 - 6 mm breit, hell
schwefelgelb,
glänzend, lanzettförmig, die der 2. und 3. Reihe (bilden den
Rand
der geöffneten Blüte) rundlich bis spatelförmig endend
oft
auch eingekerbt in der Mitte, außen oft rötlich. Staubfäden:
8 - 11 mm lang, oben goldgelb, unten übergehend bis purpur, die
längsten erreichen den Fuß der Narbe, Insertion bis an den
rand
der Röhre. Staubbeutel: hellgelb; Griffel:
gelblich, gerillt, 18 mm lang, etwas mehr als 1 mm dick, mit zumeist 9
Narbenlappen, diese karminrot (3 - 4 mm lang), an den Enden am
dunkelsten. Fertilitätsverhältnisse: Neigung zur
Selbstfertilität.Früchte: fassförmig mit grauer Wolle, 10 mm
lang
und 7 mm breit, erst grünlich dann bräunlich, trocken
ockerfarben,
längs einreißend, um 120 Samen in der Frucht.
Samen: ähnlich ottonis, glockenförmig, schwarz, 1,1 -
1,2
mm lang und 0,9 - 1,1 mm breit, am breitesten am Hilumrand.
Testazellen:
rundlich bis länglich, unregelmäßig sechseckig.
Periklinalwand
leicht konvex gewölbt. Cuticularfaltung glatt, dünn ohne
Muster.
Testafärbung: braun-schwarz, Hilum: oval, etwas gekrümmt,
cremefarben.
Micropyle: ganz flach, zentral.
Heimat: an den weniger schattigen Uferbereichen des Rio Iacui, 16
km von Nova Palma entfernt im brasilianischen Bundesstaat
Rio Grande do Sul, zwischen Felsen, in der Nähe von Notocactus
claviceps, gefunden von Leopold Horst 1967.
Typstandort: Nova Palma, Rio Grande do Sul, Brasilien HU 96
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