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Notocactus mammulosus var. orthacanthus

  • Notocactus mammulosus var. orthacanthus (Link & Otto) N.Gerloff & Neduchal
    Internoto 25(2): 111 (2004)

orthacanthus 06 GerloffNotocactus mammulosus var. orthacanthus (Foto: Norbert Gerloff)


Kugeliger, solitärer Körper, blaugraugrün, Scheitel eingesenkt; bis 16 cm breit und hoch werdend; um 18 Rippen, in Höcker zergliedert; Ein zentraler Mitteldorn, dieser rund, dunkel, stechend, bis 2 cm lang; meist 7 Randdornen, strahlend, fast anliegend, weißlich, 0,6 bis 1 cm lang.
Blüten glockenförmig, bis 4 cm hoch und 6 cm breit, Fruchtknoten und Röhre mit spitzen Schuppen, beiger Wolle und braunen Borsten bekleidet; Blütenblätter zitronengelb, glänzend, teilweise mit rötlichem Mittelstreifen; Staubfäden nur als 3 mm hoher Ring um den Griffel inseriert, kein Nektarium, Griffel weißlichgelb mit 10 purpurnen Narbenästen, blüht nachmittags.
Frucht wächst schlauchartig aus, enthält um 50 Samen; dieser helmförmig, um 1 mm lang und breit, Wulst um den HMB.

(aus Gerloff, Neduchal, Stuchlik Notokakteen: 120 1995)

Erstbeschreibung:

  • Echinocactus orthacanthus Link & Otto
    in: Verh. Vereins Beford. Gartenbaues Konigl. Preuss. Staaten 3: 427 (1827)

Neotypus: L.Horst & W.Uebelmann HU334 (Brasilien-Uruguay), hinterlegt im Herbar des Palmengartens Frankfurt am Main/D.
Typstandort: Sant Christo, Rio Grande do Sul, Brasilien
Bedeutung des Namens: orthacanthus meint mit geraden, aufrechten Dornen

Synonyme:

  • Malacocarpus orthacanthus (Link & Otto) Herter
    in: Cactus (Paris) no. 41: 92 (1954)
  • Notocactus orthacanthus (Link & Otto) Vliet
    in: Succulenta (Netherlands) 185 (1970)
  • Parodia orthacantha (Link & Otto) Hofacker
    in: Kakteen And. Sukk. 54(9): 225 (2003)

 Weitere Informationen:N. ortacanthus WRA 210 Foto H. Henssen

Körper: robust, kugelig, solitär, blaugraugrün, Scheitel abgeflacht; bis 20 cm Ø und hoch werdend; um 18 Rippen, in Höcker zergliedert. Dornen: einer zentral, rund, dunkel, stechend, bis 2 cm lang; meist 7 Randdornen, strahlend, fast anliegend, weißlich, 6 - 10 mm lang.

Blüten: glockenförmig, bis 4 cm lang und 6 cm Ø, Fruchtknoten und Röhre mit spitzen Schuppen, beiger Wolle und braune Borsten; Blütenblätter zitronengelb, glänzend, teilweise mit rötlichem Mittelstreifen; Staubfäden als 3 mm hoher Ring um den Griffel inseriert, kein Nektarium, Griffel weißlich-gelb, 10 Narbenäste, purpurn, blüht nachmittags.

Frucht: wächst schlauchartig aus, enthält um 50 Samen; helmförmig, um 1 mm lang und breit, Wulst um den HMB.

Weitere Literatur:

  • Van Vliet, Dirk (1970): Succulenta 49 (11): 185 - 190.

 

Notocactus mammulosus var. orthacanthus WRA 210 (Foto: Horst Henssen)

 

 

 

 

Kommentare (1)

Dieser Kommentar wurde vom Moderator der Site gekürzt.

Notocactus orthacanthus unterscheidet sich durch einen etwa 6 mm hohen Ring von Staubfäden um den Griffel (N. mammulosus nur 3 mm) (siehe G. Schäfer, Succulenta 1978(. Auch seine Samen sind unterschiedlich zu denen von N. mammulosus, daher muss N. orthacanthus als eigenständige Art gelten. Die Pflanzen sind selbstfertil. Bei der Abbildung handelt es sich wahrscheinlich um N. sp. WRA 215, WRA 210 ist Frailea pumila.

  wrabraham
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Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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