Samstag, 04 April 2026
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Im 16. Jahrhundert erwachte das Interesse an ausländischen Gewächsen und dabei in besonderem Maße an Kakteen aufgrund ihrer besonderen Gestalt. Die ersten Aufzeichnungen über Kakteen sind von Gon¸alo Hernandez de Oviedoy Valdez (coronica de las Indias, 1547 ), sowie von Jos. De Acosta (Historia naturaly moral de las Indias, Sevilla 1590 ). Da sie lange Zeit ohne Substrat und Wasser ausharren können, konnten sie leicht transportiert werden. Seeleute, die die sonderbaren Gestalten an der Küste wahrnahmen brachten als erstes Melokakteen mit nach Europa. Dabei verwendeten sie den Namen Kaktos, der schon im griechischen für eine stachelige Distel stand und bereits 270 v. Chr. nachgewiesen werden kann. Später erscheint der Name Cactus bei den Römern und auch im Mittelalter wird er, hier für eine Artischocke verwendet.

Pena und L`Obel sahen solche in London, beschrieben sie und lieferten Abbildungen in den Icones Plantarum im Jahre 1581. In Holland erschien die erste Abbildung 1601. Dabei handelte es sich jeweils um Melocactus communis.
Der bekannte Botaniker Linné hat 1737 alle damals bekannten 24 Arten unter der Gattung Cactus vereinigt. In England beschäftigte sich Philipp Miller und in Frankreich de Candolle mit Kakteen. Zu dieser Zeit interessiert sich bereits Fürst von Salm-Dyck (1773-1869) für Kakteen. Er hatte zu seiner Zeit die reichste Sammlung an Fettpflanzen und in den Observationes botanicae in horto Dyckensis (1820) befinden sich die Beschreibungen von zwei Melokakteen. Weitere Pflanzen stammen von dem Herrn Sellow aus Brasilien und Montevideo. Damit könnten die ersten Notokakteen nach Deutschland gekommen sein.
Prof. H. F. P. von Martius schreibt 1832 in einem Band: Die Bekanntschaft einiger Ureinwohner mit Kakteen über die geografische Verbreitung der Kakteen in Brasilien. Er ist auch der Begründer des bis auf die Gegenwart fortgeführten illustrierten botanischen Werkes „Flora Brasiliensis“, das in seiner Lieferung 108 vom Jahre 1890 die Cactaceae florae Brasiliensis enthielt.
Mit dem Handbuch der Kakteenkunde von C.F. Förster und T. Rümpler (1846) stand auch den interessierten Laien ein Werk zur Verfügung das ausführlich über die Verbreitung der Kakteen, über Substrat, Düngung, Vermehrung, Krankheiten u.v.m. neben der Beschreibung von Pflanzen berichtet.
Damit war der Weg geebnet für ein allgemeines Interesse an Kakteen und deren Verbreitung nicht nur in Gewächshäusern einiger Reicher oder in den botanischen Gärten, sondern auch auf den Fensterbänken der Bürgerlichen. So wie Spitzwegs Miniaturen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden.
Ab diesem Zeitpunkt nahmen die Personen, die sich mit Kakteen beschäftigen und Veröffentlichungen über Kakteen stark zu, so dass eine einigermaßen vollständige Aufzählung den Rahmen dieser Seite sprengen würden.

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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