Freitag, 24 Mai 2024
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Notocactus blaauwianus

  • Notocactus blaauwianus Vliet
    in: Succulenta (Netherlands) 55(6): 108 (1976)

N conc wolthuysianus Foto Barmon2k Notocactus blaauwianus (Foto: Aymeric de Barmon)

Körper: abgeplattet rund, bis 5,7 cm im Durchmesser und 6,1 cm hoch, hell frischgrün; Scheitel unregelmäßig dreieckig verlaufend eingesenkt, abwechselnd bekleidet mit Höckerchen der neu gebildeten Rippen und weißem Wollfilz der neu gebildeten Areolen, umringt von Dornen; Wurzeln direkt unter der Bodenoberfläche verzweigt. Rippen: 23, rund, an der Basis 6 mm breit, getrennt durch 3 mm tiefe Längsgruben, unter den Areolen Höcker bildend.

Areolen: zwischen den Höckern eingesenkt, rund, 1,5 mm im Durchmesser, bis 6 mm auseinander, mit weißem Wollfilz bekleidet, bald verkahlend. Mittel- und Randdornen: nicht zu unterscheiden, ± 17, borstenförmig, bis 6 mm lang, gebogen, glasig mit hell- bis dunkelbraunen Spitzen, später grau werdend.

Blüten: trichterförmig, bis 6,5 cm lang und 5,5 cm im Durchmesser, in Scheitelnähe; Blütenblätter (Perianth) lanzettförmig, Innenseite glänzend hell zitronengelb und an der Spitze mit grünem Mittelstreifen, außen ebenso, an der Spitze mit einem hell purpurroten Mittelstreifen in grün übergehend; Blütenboden (Receptaculum) trichterförmig; Innenseite hellgelb am Kelchrand, zum Fuß des Griffels über orange bis purpurrot verfärbend, rings um den Fuß des Griffels einen kleinen Raum bildend (Nektarium ?), mit Staubblättern bis fast zum Kelchrand bekleidet; Blütenboden an der Außenseite mit von braungrün nach grün übergehenden Schuppen besetzt, sowie mit dunkelbrauner Wolle und Borsten; Staubblätter im ganzen Kelch verteilt, die unteren (primäre) 14 mm lang und purpurrot, die oberen (sekundäre) 3 mm lang und hellgelb; Staubbeutel tiefgelb; Griffel 30 mm lang, 0,9 mm im Durchmesser, am Fuß purpurrot, an der Spitze bis hellgelb verfärbend; Narben 11, rot; Fruchtknoten (Pericarpell) oval, 11 mm lang, 7 mm im Durchmesser, bekleidet mit grünen Schuppen, dunkelbrauner Wolle und dunkelbraunen Borsten; Samenanlagen an Samenträgern an der Wand, unten und oben einen kleinen Raum freilassend.

Frucht: beerenartig, bis 15 mm auswachsend, später vertrocknend, an der Basis verpulvernd und aufplatzend, Inhalt ± 80 Samen. Samen: helmförmig, bis 0,9 mm lang und im Durchmesser, Hilum schwach gewellt, schmutzigweiß, scharf in Testa übergehend, mit sich rundum erhebendem Pförtchen (Micropyle) bis zu einem Wärzchen (Caruncula), ablaufend zu einen oft schwer wahrnehmbaren Funiculus; Testa der Länge nach bekleidet mit glänzend schwarzen Höckerchen, getrennt durch schwarze Grübchen.

Standort: Dept. Cerro Largo, Uruguay; Feldnummer DV 103”

(übersetzt nach van Vliet 1976)

Bedeutung des Namens: benannt nach Ir. A. Blaauw, dem ehemaligen Vorsitzenden der niederländisch-belgischen Vereinigung Succulenta

Synonyme:

  • Notocactus concinnus var. wolthuysianus nom. prov.
  • Parodia concinna (Monv.) N.P.Taylor (pro parte)
    in: Bradleya 5: 93 (1987).
  • Parodia concinna subsp. blaauwiana (Vliet) Hofacker (pro parte)
    in: Cactaceae Consensus Init. 6: 11 (1998).
  • Notocactus multicostatus var. blaauwianus (Vliet) N.Gerloff & Neduchal
    in: Internoto 25(2): 64 (2004).

 

Weitere Informationen:

Diese zierliche Pflanze hatte den provisorischen Namen N. concinnus var. wolthuysianus.

Der Körper fachkugelig bis säulenförmig, 60 mm breit und hoch. Die Pflanze blüht schon bei 4 cm Ø. Der Scheitel ist oft dreieckig eingesenkt mit kleinen Höckern und weiß befilzt. Einzeln wachsend. Die etwa 23 flach abgerundeten Rippen sind ungefähr 6 mm breit und 3 mm tief , in Höcker zergliedert und senkrecht verlaufend. In deren Kerben sitzen die Areolen. Diese sind nur 1-2 mm breit, 6 mm von einender entfernt und rasch verkahlend.

Dornen: Mittel- und Randdornen sind schwer voneinander zu unterscheiden. Es sind insgesamt ~ 17, bis 6 mm lang, gedreht, gebogen, anliegend, glasig mit braunen Punkten und Spitzen, die später vergrauen.

Die Blüten stehen hoch auf einer dünnen Röhre, sind 60-70 mm lang und 55 mm breit. Die Blütenblätter glänzen zitronengelb, an der Spitze grüngelb. An der Außenseite befindet sich ein rötlicher Mittelstreifen. Am Fuße des Nektariums liegt eine enge Nektarkammer. Die Staubblätter füllen die ganze Blüte wobei die unteren purpurn und oberen gelb sind. Der Griffel ist rot und trägt 11 ebensolche Narbenäste.

Die Früchte wachsen bis zu 15 mm große Beeren aus und enthalten etwa 80 Samen. Diese sind schwarz, helmförmig, um 0,9 mm breit und lang. 

Heimat:  Departamento Cerro Largo, südlich Melo, Uruguay. In Kieseln unter Büschen.

Feldnummer: DV 9/a, DV 9/17 und DV 103.


Literatur:

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