Samstag, 12 Juni 2021
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Notocactus ottonis var. minusculus (Hofacker & Herm 1996) N. Gerloff & J. Neduchal 2

minusculus meint: ziemlich klein

Erstbeschreibung:

Andreas Hofacker & Konrad Herm: INTERNOTO 17 (3) 1996: 75 - 79

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: flachkugelig bis rundlich, nur selten sprossend, bis 45 mm im Ø und 30 mm hoch; Epidermis dunkelgrün bis olivgrün; Scheitel eingesenkt, unbewollt, selten sprossend.Foto Henßen

Rippen: bis 10, am Grunde 10 mm breit, 7 mm tief, leicht gedreht, rundlich und  scharf getrennt, gehöckert, Kanten gerundet; Areolen 3 mm Ø, schmutzig weißlich bis gräulich, rund bis oval, zunächst mit schmutziger Wolle, dann verkahlend, eingesenkt, bis 10 mm von einander entfernt.

Dornen: dunkelrot bis schwarzbraun, gebogen, flexibel, ± anliegend, meist 1 Mitteldorn, nach unten weisend, bis 18 mm lang und an der Basis 0,4 mm breit, 8 - 12 Randdornen, meist 2 - 4 stärkere, seitlich strahlend, oftmals mit bis zu 10 feinen nach oben gerichteten Borsten, bis 10 mm lang und an der basis bis 3 mm breit.

Blüte: 40 mm lang und 45 mm breit; Perianthsegmente lanzettlich, bis 5 mm breit, hellgelb mit dunklerem grünlichgelbem Mittelstreifen, rötlich gespitzt, äußere Petalen oftmals mit rötlichem Mittelstreifen; Rezeptaculum trichterförmig, 20 mm lang, außen mit hellbrauner Wolle, nach unten grünlich werdend, mit rötlich braunen Borsten; Ovarium 6 mm lang und 6 mm breit, grünlich; Ovarhöhle fassförmig, 2 mm lang und 3 mm breit; Nektarium keines; Filamente oben hellgelb, in der Mitte goldgelb, am Blütenboden pink, bis 10 mm lang, über die gesamte Röhre inseriert; Antheren hellgelb; Griffel 22 mm lang, geriffelt, hellgelb; Narbenlappen ca. 12, weinrot, 3 mm lang, die Staubfäden überragend, nach oben gerichtet.

Frucht: grünlich mit Areolen, welche bis zu 7 Borsten tragen, 8 mm breit und 10 mm lang, fassförmig bis rundlich, längs aufreißend.

Samen: schwarzbraun, 0,8 - 1,1 mm lang und 0,7 - 1 mm breit, glockenförmig; HMB groß und ± oval, HM-Saum nicht vorgewölbt, Hilum meist kegelförmig erhaben; Testazellen ± hexagonal-isodiametrisch, mit konvexer Periklinalwand und geraden, leicht eingesenkten Antiklinalgrenzen, 40 - 80 µm Ø; Curticula leicht angerauht, ohne Faltungsmuster.

Typstandort: auf grasigen Flächen, in Quarz- Sandstein-Geröll mit relativ geringem Humusanteil, westlich von Santana da Boa Vista, Rio Grande do Sul, Brasilien. AH 72.

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